Landwirtschaft und Natur

Wie eine Pflanze groß herauskommt Anemone blanda als blühende Begleiterin

Garantien für dichten Blütenteppich

Manche Zwiebelblumen stehen gerne im Mittelpunkt und ziehen wie von selbst alle Blicke auf sich, wie Tulpen oder Allium. Andere wiederum sind ideale Beetpartner, die erst im Zusammenspiel mit anderen Pflanzen ihre volle Wirkung entfalten: Krokusse zum Beispiel oder auch Traubenhyazinthen.

Perfekte Begleiter

Und dann gibt es noch die perfekten Begleiter: Sie drängen sich nicht auf und werden oft erst auf den zweiten Blick richtig wahrgenommen. Dennoch spielen sie eine entscheidende Rolle im Beet, indem sie dafür sorgen, dass das Gesamtbild beeindruckt und die imposanten Solokünstler im Frühlingsbeet den größtmöglichen Effekt erzielen. Eine ideale Begleiterin ist beispielsweise die Anemone blanda.

Die Anemone blanda ist die Platzliebende unter den Frühlingsblumen: Sie breitet sich gerne aus und bildet mit der Zeit einen dichten, blühenden Teppich. Besonders an halbschattigen Standorten vermehrt sie sich gern mit feinen Blättern und kleinen Blütensternen. Dabei verdrängt sie die anderen Pflanzen im Beet jedoch nicht, sondern umschmeichelt sie elegant.

„Vor allem mit der ‘Blue Shades‘ lässt sich ein fröhlicher Teppich im Garten anlegen“, erklärt Blumenexperte Carlos van der Veek. „Sie wächst maximal zehn Zentimeter hoch und fasziniert mit einem eleganten Blau-Violett.“

Höher wachsend

Die Anemone blanda „White Splendour“ wächst etwas höher, blüht etwas weniger reich und verwildert nicht so gut. Dafür besticht sie mit wesentlich größeren Blüten in einem zarten Weiß. Beide Sorten sind hervorragend mit anderen, größeren frühjahrsblühenden Blumenzwiebeln kombinierbar: mit Tulpen, Narzissen oder auch Hyazinthen. Im Zusammenspiel mit der Anemone blanda kommen ihre Formen und Farben noch besser zur Geltung.

„Die Blütezeit der Anemone blanda verschiebt sich im Laufe der Zeit übrigens nach vorne“, so der Niederländer. „Im ersten Jahr nach der Pflanzung geht sie ungefähr von Mitte April bis in den Mai. In den darauffolgenden Jahren, wenn sich die Anemone blanda im Garten fest angesiedelt hat, öffnen sich die Blüte hingegen oft schon Ende März und erfreuen wesentlich länger als im ersten Jahr.“

Im Herbst pflanzen

Die kleinen Knollen der Anemone blanda werden im Herbst gepflanzt. Ideale Standorte sind unter Bäumen, an Hecken oder Gehölzrändern.

Um einen schönen, dichten Blütenteppich zu kreieren, ist ein Abstand von fünf Zentimetern ideal. Es empfiehlt sich, vorher den Boden zu lockern und dann die Knollen darauf zu verstreuen. Anschließend drückt man sie fingertief in die Erde. „Das ist bei fast allen kleinen Blumenzwiebeln eine gute Vorgehensweise, auch für Chionodoxa, Puschkinia oder Ipheion“, erklärt van der Veek. „Nur bei Krokussen ist es wichtig, dass sie tiefer gepflanzt werden, denn ihre Knollen stehen auf dem Speiseplan zahlreicher Vögel. Pflanzt man sie zu flach, werden sie herausgepickt.“

Mit Erde bedecken

Möchte man die Anemone blanda in einem Topf oder Kübel mit anderen Pflanzen kombinieren, bedeckt man zuerst die Blumenzwiebeln von Tulpen, Hyazinthen oder Narzissen bis zu den Spitzen mit Erde, bevor eine Hand voll Anemonenknollen dazu kommt. Das Ergebnis im Frühjahr kann sich sehen lassen: Die Anemone blanda bildet einen Blütenkranz über den Rand des Topfes, während die Blütenköpfe der anderen Frühblüher über ihr fröhlich im Wind wippen. flu