Landwirtschaft und Natur

Die im Schatten wachsen Stauden und Farne fühlen sich in lichtarmen Gartenbereichen durchaus wohl

Manch ein Gewächs in freier Natur schätzt eine waldartige Atmosphäre

Archivartikel

Vom Herbst bis in den Frühling werden die schattigen Bereiche des Gartens eher gemieden. Im Sommer jedoch sind die Plätze unter Bäumen, Sträuchern und nah an Hecken dagegen beliebt. Doch auf Pflanzen- und Blütenpracht trifft man dort eher selten. Das ist schade, denn es gibt es eine Reihe an Stauden und Farne, die sich im Schatten wohlfühlen.

Im Schatten herrscht eine waldartige Atmosphäre. Nur teilweise erreicht die Sonne den Boden. Landschaftsgärtner empfehlen, für diese Bereiche Pflanzen zu wählen, die in der freien Natur im Wald wachsen. Bestens geeignet sind Funkien. Die meisten wilden Arten dieser Blattschmuckstauden stammen ursprünglich aus Asien und kommen dort in kühl-feuchten Bergwäldern vor. Daher fühlen sie sich auch hierzulande im Schattenwurf von Bäumen oder großen Sträuchern wohl. Funkien bilden von Juni bis September zarte, glockenähnliche, je nach Sorte weiße oder lilafarbene Blüten aus, einige duften sogar. Ihren großen Erfolg bei Gartenbesitzern verdanken sie aber ihrem dekorativen Laub: Von groß bis klein, dick bis dünn, gewellt bis glatt wird alles geboten. Auch der Farbreichtum ist beeindruckend.

Bringt man mehrere Funkien zusammen, entsteht im Schatten ein interessantes Gartenbild, in dem es sich auf einer Bank oder einem Liegestuhl aushalten lässt. Einziges Manko: Sie sind bei Schnecken beliebt.

Funkien lassen sich gut mit Farnen kombinieren. Auch sie kommen mit den waldähnlichen Bedingungen im Schatten gut zurecht und trumpfen mit einer atemberaubenden Vielfalt an Grünschattierungen auf. Als sogenannte Gefäßsporenpflanzen bilden sie weder Blüten noch Früchte aus, sondern vermehren sich ausschließlich durch die Sporen auf ihrer Blattunterseite. Da es Farne von klein und bodendeckend bis groß und ausladend gibt, lässt sich für jede lichtarme Gartensituation die richtige Wahl treffen. Das Sortenspektrum reicht vom Tüpfelfarn bis zum Königsfarn. Doch nicht nur optisch hat der Farn einiges zu bieten. Zum einen ist er pflegeleicht, zum andern ist er bei Schnecken und anderen Schädlingen äußerst unbeliebt. Darüber hinaus kann gut entspannen.

Im Schatten und Halbschatten sprießt längst nicht nur Grün. Es gibt auch farbenfrohe Blühpflanzen, die am liebsten unter Bäumen wachsen. Romantisch mutet zum Beispiel das Tränende Herz mit seinen bogenförmig überhängenden Blütenständen an.. Am bekanntesten sind die pinkfarbenen Sorten, doch es gibt auch weiße Exemplare, die in schattigen Gartenbereichen für helle Lichtreflexe sorgen. Die Sterndolde bevorzugt ebenfalls lichtarme Standorte. bgl