Landwirtschaft und Natur

Auch im kommenden Jahr Land und Tierseuchenkasse unterstützen die freiwillige Aktion

Rinder, Schafe und Ziegen gegen Blauzungenkrankheit impfen

„Die freiwillige Impfung gegen die Blauzungenkrankheit von Rindern, Schafen und Ziegen wird auch im nächsten Jahr dringend empfohlen,“ sagt der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.. In der Nordwestschweiz habe es seit September mehrere Ausbrüche der Blauzungenkrankheit gegeben, bei denen Schafe zum Teil schwer und zwei Rinder leicht erkrankt waren. Daneben wurden Seuchenausbrüche in Frankreich und Italien festgestellt.

„Das Risiko der Ausbreitung der Blauzungenkrankheit nach Baden-Württemberg ist somit weiterhin hoch. Durch eine Impfung von Rindern, Schafen und Ziegen gegen die Blauzungenkrankheit können die Tiere wirksam dagegen geschützt und ein Seuchengeschehen mit seinen nachteiligen Auswirkungen auf die Tiergesundheit sowie den Handel mit Tieren und tierischen Erzeugnissen verhindert werden“, betonte der Minister.

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz habe bereits die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, damit die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit im nächsten Jahr im Land wieder möglich ist. „Der vorbeugende Schutz unserer Tiere ist mir dabei sehr wichtig. Da unsere heimischen Nutztiere sowohl durch das Virus der Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8), als auch durch den Serotyp 4 (BTV-4) bedroht sind und sich bei den geimpften Tieren keine Kreuzimmunität entwickelt, sollten die Tiere gegen BTV-8 als auch gegen BTV-4 geimpft werden“, so Hauk.

In diesem Jahr wurden etwa 240 000 Rinder, Schafe und Ziege gegen das BT-Virus geimpft. Damit der Impfschutz dieser Tiere fortbesteht, müssen sie innerhalb der von den Impfstoffherstellern angegebenen Frist nachgeimpft werden. Tiere, die in diesem Jahr erstmals geimpft werden, werden im Rahmen der Grundimmunisierung zweimal im Abstand von drei Wochen geimpft.

„Die Impfung wird 2019 freiwillig sein. Tierhalterinnen und Tierhalter, die ihre Tiere im nächsten Jahr gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen, sollten daher in den kommenden Wochen die Art und Anzahl der zu impfenden Tiere sowie den Serotyp BTV-4 und/oder BTV-8, gegen den die Tiere geimpft werden sollen, der bestandsbetreuenden Tierarztpraxis mitteilen“, sagte Peter Hauk. Für die Anmeldung der Impfung bei der betreuenden Tierarztpraxis wurde ein Vordruck erstellt, der unter http://www.stua-aulendorf.de/ elektronisch abrufbar ist.

Nach Mitteilung der Impfstoffhersteller stehe ausreichend Impfstoff für die Impfung von Rindern und kleinen Wiederkäuern gegen BTV-4 und BTV-8 2019 im Land zur Verfügung, sofern sich die Gesamtzahl der Impftiere gegenüber diesem Jahr nicht wesentlich erhöhe. „Wichtig ist daher die frühzeitige Impfanmeldung“, betonte Minister Hauk. Ein Kombinationsimpfstoff zur gemeinsamen Impfung gegen BTV-4 und BTV-8 ist weiterhin nicht verfügbar. Innerhalb von sieben Tagen sind die Impfungen in der HIT-Datenbank einzutragen. Diese Eintragungen sind für die Abrechnung der Impfzuschüsse durch die Tierseuchenkasse sowie für Erleichterungen beim Verbringen empfänglicher Tiere aus einem Restriktionsgebiet erforderlich.

„Auch im 2019 wird es eine finanzielle Unterstützung bei der Impfung geben. Das Land gewährt pro Impfvorgang bei Rindern einen Zuschuss von 0,50 Euro sowie bei Schafen und Ziegen von 0,40 Euro“, so Hauk. Neben der finanziellen Unterstützung durch das Land wird die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg bei Rindern eine Beihilfe in Höhe von 0,50 Euro und bei Schafen in Höhe von 0,25 Euro pro Impfvorgang gewähren. pm