Landwirtschaft und Natur

Rosen bei Hitze Hohe Temperaturen behagen nicht allen

Veränderte Farben

Weil Rosen sich unterscheiden, haben sie ganz unterschiedlich auf Hitze und Trockenstress reagiert. Temperaturen, die längere Zeit über 27 Grad liegen, behagen auch Rosensorten, die aus Persien stammen, nicht allzu sehr.

Die hohen Temperaturen dieses Sommers beschleunigten das Wachstum der Triebe. Die Füllung der Blüten geschah nicht wie sonst üblich. Die Folge waren einfache Blüten, dagegen waren die Blüten bei kühleren Temperaturen und weniger rasantem Wachstum dicht gefüllt.

Manche Rosensorten veränderten ihre Farbe. Jedoch gab es keine grundsätzliche Änderung. Manche Farben sind ausgeblichen, dafür verstärkte sich bei anderen der Rosaton ins Rote.

Dagegen tendierten gelbe Sorten zu einem helleren Farbton. Bei starker Sommerhitze sind die Blüten kleiner, auch der Trockenstress spielt hier mit.

Auch unter Sonnenbrand leiden nicht nur die Rosen mit dunklen Farben.

Und wie äußert sich Trockenstress bei Rosen? Das Europa-Rosarium in Sangershausen nennt diese Symptome: Eine stark verkürzte Blütezeit, eine verringerte Blütengröße und eine rasche Aufhellung der Blütenfarbe. Dazu kommen ein eingeschränktes Wachstum (ungefähr ein Drittel) in der Höhe.

Die Laubblätter und die Triebe zeigen Schlaffheit. Die Unterlagen der Veredlungen haben oft dünne Wurzelhälse und die Rinde lässt sich schlecht für den Veredlungsvorgang lösen. Neupflanzungen, die noch wenig Wurzelmasse haben, reagieren besonders empfindlich.

Auch Remontant-Hybriden und Tee-Hybriden sind besonders anfällig. Dagegen sind historische Rosen wie Gallicas oder Albas und moderne Rosen die ADR geprüft sind, verhältnismäßig resistent gegenüber Trockenstress. tz