Lauda / Königshofen

Nabu-Gruppe Lauda Schrittweise Umgestaltung der beiden Fischteiche in Biotope nördlich von Buch primäres Pflegeziel

Attraktiver Lebensraum für Amphibien

Archivartikel

Lauda/Ahorn.Seit März 2018 ist die Nabu-Gruppe Lauda im Besitz einer etwa 0,7 Hektar großen Fläche nördlich von Buch. Auf dieser Fläche – einem nach Paragraf 30 BNatSchG geschützten Biotop – befinden sich zwei ehemalige Fischteiche und ein Auwäldchen, in dem sich die eigentliche Erfaquelle befindet.

Fichten als Fremdkörper

An der westlichen und nördlichen Seite der beiden Fischteiche verschatteten bisher unter anderem Fichten die Wasserflächen und kühlten sie aus, zudem stellten sie in dem Biotop Fremdkörper dar.

An der südlichen Seite, am Bachlauf, wurden die Teiche durch hohe Schwarzerlen verschattet, und das Herbstlaub dieser Bäume bewirkte eine starke Verschlammung der beiden Wasserflächen. Eine Erhebung im Frühjahr 2018 zeigte, dass die Gewässer als Lebensraum für Amphibien fast unbrauchbar geworden waren, es war zu dunkel, zu kühl und zu verschlammt – nur sehr wenige Individuen konnten nachgewiesen werden.

Schrittweise Umgestaltung

Folglich ist die schrittweise Umgestaltung der beiden Fischteiche in amphibienfreundliche Biotope primäres Pflegeziel der Nabu-Gruppe Lauda.

In einem ersten Schritt wurden nun die Fichten und Schwarzerlen entfernt, so dass die Wasserflächen sich wieder erwärmen können, das Biotop hell und luftig ist. In einer weiteren, für den Spätsommer beziehungsweise Herbst vorgesehenen Maßnahme, werden die Teiche mit Hilfe eines Baggers entschlammt und so umgestaltet, dass sie für Amphibien einen attraktiven Lebensraum darstellen: Die Ufer sollen abgeflacht und sowohl tiefere Bereiche als auch Flachwasserzonen geschaffen werden.

Zusammen mit dem westlich liegenden Schutzgebiet „Erfa-Quelle I“ und vier weiteren östlich gelegenen Teichen entsteht so entlang der Erfa eine Biotopvernetzung, von der neben Berg- und Teichmolch, Erdkröte und Grasfrosch auch der seltene und streng geschützte Laubfrosch profitieren können. Überhaupt erst ermöglicht werden diese Artenschutzmaßnahmen durch das Projekt „Optimierung und Vernetzung von Amphibienlebensräumen“, welches aus Mitteln der Stiftung Naturschutzfonds beim Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg finanziert wird.

Ziel des Projekts, das von der unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt MainTauber-Kreis in enger Abstimmung mit dem Nabu-Kreisverband Main-Tauber umgesetzt wird, ist die Optimierung bestehender sowie die Schaffung neuer Feuchtbiotope als Lebensraum und Laichgewässer für die heimischen Amphibienarten. misa