Lauda / Königshofen

SPD/Freie Bürger Rundgang mit dem SV Anadolu und in der Bahnhofsstraße in Lauda

Besseres Miteinander unterstützen

Lauda-Königshofen.Auf Initiative von Harun Icli trafen sich der Vorstand von SV Anadolu, Stadträte und Kandidaten von SPD/Freie Bürger am Sportplatz in Unterbalbach. Ortsvorsteher Andreas Buchmann war ebenfalls zugegen, als der neue Vorsitzende Emrullah Uzuner sowohl die sportlichen, aber auch die Sanierungsziele des Sportheims beschrieb.

Während man bei den sportlichen Zielen des Fußballvereins mit Platz eins in der Kreisliga B voll im Soll sei, ist der Zustand der Gesamtanlage desolat. „Wahrlich kein Aushängeschild am 5-Sterne-Radweg“, wie ein Gesprächsteilnehmer bemerkte.

Die Anlage, so der neue Vorsitzende, sei bereits von den Vorbesitzern heruntergewirtschaftet worden. Die lange ungeklärte Frage, wer den Anschluss an die Abwasserbeseitigung in Unterbalbach bezahlte, sei durch die Kostenübernahme des Landkreises geklärt, so dass einer umfassenden Sanierung des Sportheims nichts mehr im Wege stehe.

Ortsvorsteher Andreas Buchmann und die Stadträte sagten dem neuen Vorstand im Rahmen der allgemeinen Förderrichtlinien ihre Unterstützung zu.

In Anschluss daran trafen sich Harun Icli, Jochen Groß, Siegfried Neumann und Ruth Römig zu einem Rundgang im Bereich der Moschee in der Bahnhofstraße in Lauda mit dem Moscheevorstand Murat Yildirim und Kerim Cosgun (Vorstandshelfer).

Murat Yildirim stellte fest, dass die Mitgliederzahl der muslimischen Gemeinde stetig steige. Bei den Freitagsgebeten und an Feiertagen werde es immer schwieriger, die Veranstaltungen verkehrssicher zu organisieren. Deshalb möchte sich die muslimische Gemeinde vergrößern und das Moscheeumfeld städtebaulich aufwerten.

Als mögliche Erweiterungen könnte man sich, nach Auffassung des Vorstands, ein Kauf des ehemaligen Euromarkts gut vorstellen.

Des Weiteren schlage man vor, im Bereich der Moschee eine 30 km/h -Zone einzurichten. Während den Gebetszeiten seien viele Kinder auf dem Vorplatz unterwegs, wodurch die Gefahr von Unfällen mit schweren Verletzungen steige.

Begrüßt wurde die Forderung von SPD/Freie Bürger nach einem städtischen Kindergarten, in dem Kinder unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit betreut werden.

Eine wesentliche Forderung der türkischen Gesprächspartner war die Verbesserung der Chancengleichheit in der Schule und auf der Arbeit. Der Zugang zum öffentlichen Dienst sollte auch für Menschen mit Migrationshintergrund liberalisiert werden.

Auch die Forderung nach Verbesserung der Kommunikation zwischen Stadtverwaltung, Aleviten und Sunniten unterstützen SPD/Freie Bürger gerne, und zwar in dem Sinne, wie Bürgermeisterstellvertreter Neumann es am Kinderfest formuliert hat: „In der deutschen Nationalhymne, die wir gemeinsam am Kinderfest gesungen haben, heißt es: ’Einigkeit und Recht und Freiheit’. Ich wünsche mir, dass dies überall, wo wir leben, künftig mehr Geltung bekommt, vor allem in der Türkei, aber auch in Deutschland und in unserer Stadt. Gerade auch bei uns können wir mehr für die Einigkeit tun, wenn Sunniten, Aleviten und Christen stärker auf einander zugehen, nicht in ihren jeweiligen gewohnten Versammlungs- und Gebetsräumen verharren, sondern aufeinander zugehen und gemeinsame Projekte zum Wohle unserer Stadt und der Region realisieren“, meinte Neumann.

Ein erstes Vorhaben ist schon in der konkreten Planung. So möchten sunnitische Jugendliche in Abstimmung mit der Stadtverwaltung einen jährlichen Stadtreinigungstag durchführen. spd