Lauda / Königshofen

Denkmal Bei der Jahreshauptversammlung gab es einige Neuerungen / Rückblick auf zwei Jubiläumsfeste / Neuwahlen künftig nicht mehr jährlich

Dampflokfreunde gründen offenen Stammtisch

Archivartikel

Lauda.Die Interessengemeinschaft der Dampflokfreunde Lauda will sich mehr nach außen öffnen und in Zukunft verstärkt Interessenten rund um das allgemeine Thema „Dampflok“ ansprechen. So soll künftig ein offener Stammtisch einmal im Quartal stattfinden, bei dem sich alle Fans rund um dieses Thema zwanglos und ohne jegliche Verpflichtung zum Austausch treffen. Zudem wird der Vorstand nun nur noch alle zwei Jahre gewählt werden und nicht, wie bisher, jährlich. Dies beschlossen die Dampflokfreunde bei ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthof „Goldener Stern“.

Markus Heinrich, Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Dampflokfreunde, erinnerte nach dem Totengedenken an Erna Pompe zunächst aber in einer PowerPoint-Präsentation an das zurückliegende Jahr. Es stand vor allem im Zeichen des Jubiläums „150 Jahre Tauberbahn“, das Anfang Mai groß gefeiert wurde sowie des 40. Jahrestags der Aufstellung des Dampflokdenkmals in Lauda.

Dieses Fest begingen die Dampflokfreunde mit einer internen Helferfeier Anfang August direkt an der 052 908-1 bei der Sparkasse. Verschiedene Bilder und kleine Filmausschnitte riefen diese beiden Feste noch einmal in Erinnerung. Für die Helfer hatte es zudem noch Eisgutscheine gegeben, die bei dem heißen Sommer willkommen waren.

Heinrich erinnerte ebenso an weitere Aktionen. So führte der Vorstand sowohl mit Bürgermeister Thomas Maertens als auch separat mit Stadtbaumeister Tobias Blessing und Bauhofleiter Guido Schmitt Gespräche über die weitere Zukunft der Lok und künftige Arbeiten zum Erhalt des Denkmals. Der Vorsitzende erinnerte dabei daran, dass die Dampflok 1978 nach einer beispiellosen Bürgeraktion an die Stadt Lauda-Königshofen übergeben worden und sie somit in deren Besitz sei.

Heinrich lobte in dem Zusammenhang den Heimat- und Kulturverein Lauda, der die Arbeit der Dampflokfreunde stets unterstütze, zuletzt erst wieder im Rahmen des Ferienprogramms mit einem eigenen Programmpunkt an der Lok. Die Renovierung der Schrankenanlage habe 2018 begonnen. Auf große Resonanz stoße in der Zwischenzeit das Silvesterpfeifen, das wieder zahlreiche Bürger zum Jahreswechsel an die Dampflok lockte und immer beliebter werde.

Markus Heinrich gratulierte noch einmal dem Ehrenvorsitzenden Reimund Braun zu seinem 70. Geburtstag Anfang Januar. Er habe sich, so Heinrich, große Verdienste rund um die Erhaltung des Dampflokdenkmals erworben und sei über Jahre treibende Kraft der Sanierung gewesen.

Bürgermeister-Stellvertreter Herbert Bieber überbrachte die Grüße der Stadtverwaltung Lauda-Königshofen. Den Erwerb der Dampflok 1977 bezeichnete er als „lohnenswerte Anschaffung“. Die Stadt werde als Eigentümerin ihren Beitrag zum Erhalt leisten.

In seinem Kassenbericht verzeichnete Kassierer Rolf Tack ein leichtes finanzielles Plus. Rudolf Braun, der zusammen mit Jochen Münzer die Kasse gerpüft hatte, bescheinigte dem Kassierer eine einwandfreie Kassenführung, so dass Herbert Bieber die Entlastung des Vorstandes beantragte, die auch einstimmig erfolgte.

Beim Tagesordnungspunkt „Neuwahlen“ hatte der vierköpfige Vorstand einen Antrag in eigener Sache formuliert, seine Amtszeit künftig auf zwei Jahre zu verlängern. Bisher fanden jedes Jahr Neuwahlen statt. Nach kurzer Diskussion stimmten die Dampflokfreunde diesem Antrag zu, so dass die Satzung nun geändert werden kann.

Bei den Neuwahlen unter der Leitung von Herbert Bieber gab es keine Veränderungen: Vorsitzender bleibt Markus Heinrich, sein Stellvertreter ist Udo Gehrig. Kassierer ist nach wie vor Rolf Tack und Schriftführer bleibt Thomas Schreiner. Zu Kassenprüfern wurden erneut Rudolf Braun und Jochen Münzer gewählt.

Unter dem Punkt Verschiedenes berichtete der Vorsitzende unter anderem über das Projekt Boissy-Platz mit Bouleanlage in unmittelbarer Nachbarschaft zur Dampflok. Bei den Gesprächen ist neben dem Partnerschaftskomitee und dem Heimat- und Kulturverein auch die Interessengemeinschaft mit im Boot. Das Thema soll im Laufe des Jahres spruchreif werden.

Ehrenvorsitzender Reimund Braun beantragte die Erweiterung des Vorstandes um einen Ressortleiter Dampflok. Nach eingehender Diskussion einigten sich die Teilnehmer letztendlich darauf, die beiden Aktiven Klaus Renk und Gerhard Schumacher für dieses Amt plus Stellvertreter zu benennen, aber lediglich nur für das Protokoll aber nicht in der Satzung, da man ja nur eine lose Interessengemeinschaft und kein eingetragener Verein sei. Darüberhinaus seien alle Interessenten jederzeit willkommen, sich bei der Pflege an der Dampflok einzubringen.

Einen Vorschlag des Ehrenvorsitzenden Reimund Braun, drei langjährige verdiente Aktive der Interessengemeinschaft zu Ehrenmitgliedern zu ernennen, will der Vorstand in einer seiner nächsten Sitzungen prüfen, da es bisher dafür noch keine Kriterien und es zudem in einer Interessengemeinschaft keine Mitglieder, wie bei einem Verein, gebe.

In einem Ausblick auf 2019 teilte Markus Heinrich mit, dass es künftig einen offenen Stammtisch, zwanglos und ohne Verpflichtung, rund um das Thema Dampflok geben soll. Darin können sich alle Interessenten und Dampflokfans austauschen, sei es im Gespräch, mit historischen Bildern oder Filmen aber auch bei Exkursionen wie etwa Dampflokfahrten und Besuchen von Veranstaltungen rund um das Thema Dampflok.

„40 Jahre nach der Aufstellung der Dampflok in Lauda gibt es nur noch wenige Eisenbahner in Reihen der Interessengemeinschaft, so dass es an der Zeit ist, sich nicht nur zu öffnen, sondern sich auch zu verjüngen. Dieser neue Treffpunkt soll deshalb allen Interessenten die Chance dazu bieten in geselliger Runde ihr Hobby zu frönen,“ erklärte Markus Heinrich.

Der Tag der offenen Dampflok findet am Sonntag, 4. August, statt, das Silvesterpfeifen ist erneut geplant. igdl