Lauda / Königshofen

Bürgerinitiative Pro Königshofen Antrag auf Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs

„Das größte Verkehrshindernis“

Lauda-Königshofen.Den passenden Rahmen genutzt: Die öffentliche Sitzung des Technischen Ausschusses des Gemeinderates am Montagabend im Saal des Rathauses in Lauda nahm man seitens der Bürgerinitiative Pro Königshofen zum Anlass, offiziell einen Antrag auf Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs der Bundesstraße 292 zu stellen.

In dem Schreiben, das dazu die Vorsitzenden Roland Stein und Karl Stark dem Bürgermeister sowie den Vorsitzenden der Fraktionen CDU, Freie Bürgerliste und SPD/Freie Bürger aushändigten, heißt es dabei unter anderem: „In Lauda-Königshofen gibt es drei schienengleiche Bahnübergänge - B 290 bei Gerlachsheim sowie B 292 bei Sachsenflur und bei Königshofen-West. Von diesen drei Bahnübergängen ist der bei Königshofen-West mit Abstand das größte Verkehrshindernis, da hier zwei Bahnlinien (Lauda - Osterburken und Lauda - Bad Mergentheim) die B 292 queren.“

Laut Fahrplan 2017/18 werde dieser montags bis freitags von insgesamt 79 Personenzügen (Lauda - Bad Mergentheim 21 und in Gegenrichtung 24 sowie Lauda - Osterburken 16 und in Gegenrichtung 18) befahren. Hinzu kämen noch etwa 35 bis 40 Güterzüge, so dass derzeit fast 120 Züge pro Tag diesen Bahnübergang queren. Durch die geplanten Taktverdichtungen auf beiden Strecken werde sich diese Zahl noch erhöhen. Eine Besonderheit sei außerdem, dass der Bahnübergang der Strecke Lauda - Osterburken in einer Kurve liegt, „so dass eine ebene Querung nicht möglich und eine Höchstgeschwindigkeit von 20 Kilometern in der Stunde vorgeschrieben ist und die Schranken länger geschlossen sind.“

Auf Anregung des erst kürzlich vor Ort weilenden Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Verkehr und Infrastruktur, MdB Steffen Bilger (wir berichteten), stelle man somit unter Bezugnahme auf das Eisenbahnkreuzungsgesetz und aus Umweltschutzgründen den Antrag, bei den zuständigen Stellen die Aufhebung dieses hochfrequentierten Bahnübergangs zu beantragen und dieses Vorhaben in jeder Hinsicht zu unterstützen, so die Forderung der Bürgerinitiative. Die Vertreter der BI merkten an, dass der Stadt höchstens Kosten für neue Gehwege entstünden. bix