Lauda / Königshofen

Evangelische Kirche Zahlreiche Grußredner hießen den neuen Pfarrer von Lauda, Gerald Winkler, im Anschluss an seine Amtseinführung willkommen

Ein Empfang mit weit geöffneten Armen

Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst zur Amtseinführung des neuen Pfarrers Gerald Winkler fand ein feierlicher Festakt und Gemeindeempfang statt.

Lauda. Nach der Amtseinführung des neuen evangelischen Gemeindepfarrers Gerald Winkler in der Friedenskirche in Lauda (wir berichteten in unserer gestrigen Ausgabe) trafen sich zahlreiche Gemeindemitglieder und Bürger sowie viele Vertreter unter anderem aus Kirche, Kommune und Schulen im benachbarten Caritassaal .

"Weinreben stehen insbesondere für Leben, Fruchtbarkeit und Einklang mit der Natur sowie für Werte des Lebens", meinte Bürgermeister Thomas Maertens in seinem Grußwort im Namen der Stadt Lauda-Königshofen, in dem er zu einem imaginären Spaziergang durch die örtlichen Weinberge einlud.

Im übertragenen Sinne habe Winkler von der Pfarrgemeinde einen Weinberg anvertraut bekommen, den er unter anderem als Manager und Entscheider zu bewirtschaften und zu pflegen habe. Hierzu wünsche er als Bürgermeister dem neuen Pfarrer viel Kraft und Gottes Segen, in der Hoffnung, dass Winkler die Kirchengemeinde unter seiner Regie als einen lebendigen Ort der Begegnung erhalten und weiterentwickeln werde. "Wir wissen nicht, wozu der Rücktritt des bisherigen Kirchengemeinderates womöglich gut ist", gab Maertens im Beisein Winklers und dessen Ehefrau zu bedenken.

Ökumenische Zusammenarbeit

"Du musst den Acker lieben, auf dem du arbeitest", appellierte Stefan Märkl, Pfarrer der Katholischen Seelsorgeeinheit Lauda-Königshofen, ebenfalls mit einem sinnbildlichen Vergleich. Zu diesem "Acker" zähle vor allem die Stadt mit ihren Menschen. Zugleich versicherte Märkl das Wohlwollen sowie die Mitbrüderlichkeit und Zusammenarbeit zwischen beiden Pfarrhäusern im Sinne der Ökumene. Zum Abschluss seines Grußwortes sprach der katholische Pfarrer ein Gebet und einen Segen.

Ebenso zu einer konstruktiven und produktiven Kooperation zwischen dem neuen Evangelischen Gemeindepfarrer und den lokalen Schulen lud Kathrin Wernado, Grundschulleiterin in Unterbalbach, stellvertretend für alle Schulen und Schulleitungen ein. Zugleich verband sie diese Offerte speziell mit der Hoffnung, dass die Zusammenarbeit über die klassischen Schulgottesdienste hinausginge sowie sich auch auf gemeinsame pädagogische und erzieherische Aufgaben beziehen werde.

"Einzelkämpfertum bringt gerade auch in der heutigen Zeit nichts", hob die Wertheimer Schuldekanin Cornelia Wetterich als Moderatorin der Feierstunde im Caritassaal hervor. Ähnlich äußerte sich neben weiteren Festrednern Pfarrerin Laura Breuninger, Leiterin der Evangelischen Kirchengemeinde Königshofen-Grünsfeld, die Winkler merklich gerührt im Namen der Kollegen sowie der Evangelischen Nachbargemeinde und deren Kirchengemeinderat willkommen hieß. "Sie sind jederzeit bei uns willkommen, wir haben stets ein offenes Ohr für Sie", betonte Stadträtin Dorothee Walter.

"Dieses Ereignis ist uns eine Freude, denn es ist eine Gabe Gottes. Wir haben einen neuen Hirten, der uns leiten wird", unterstrich Miguel Roger im Namen der afrikanischen Gemeinde Lauda und Main-Tauber. Zudem präsentierte eine vielköpfige Gruppe dieser Gemeinde zwei schwungvoll mitreißende Lieder, unter anderem "Halleluja".

Weitere Grußworte sprachen Jürgen Hammel, Kirchengemeinderat aus Auenheim (Kehl / Ortenaukreis), wo Gerald Winkler von 2012 bis 2014 die Pfarrerstelle innehatte, Werner Nitschke, seit 2005 Prädikant bei evangelischen Gottesdiensten in Lauda, Alexander Kirchhoff, Jugendreferent im evangelischen Kirchenbezirk Wertheim, und Sana Kpante, Vorsitzende der adompoja Kinderhilfe Ghana und Togo.

Seine Rührung drückte Gerald Winkler abschließend in einem Dank für die zahlreichen Grußworte und vielen Willkommenswünsche aus.

"Da war bereits enorm viel Energie spürbar, die Kraft geben wird", zeigte sich der neue Gemeindepfarrer sehr zuversichtlich für seine zukünftigen Aufgaben.