Lauda / Königshofen

„WeinLese“ Roland Frenz präsentierte den Zuhörern mit seinem Chakraphon eine 90-minütige Klangspielzeit

Ein Hörerlebnis der besonderen Art

Sehr stimmungsvolle und meditativ entspannende Klangerlebnisse der besonderen Art präsentierte die Gerlachsheimer „WeinLese“ im Ambiente ihres Hofes mit Roland Frenz am Chakraphon.

Gerlachseheim. Das Chakraphon besteht aus 14 speziell gefertigten Klangröhren, die mit einem Klöppel angeschlagen werden. Die Töne dieses Instrumentes gehen in natürliche Resonanz mit den Hauptenergiezentren (Chakren) des Menschen und erzeugen eine Aktivierung sowie eine Angleichung der Energiezentren untereinander. Gleichzeitig werden Körper und Geist beruhigt und harmonisiert. Die wohltuenden Klänge decken den gesamten Grund- und Obertonbereich ab.

Acht Hertz im Zustand der Liebe

Die Klangröhren erzeugen Schwingungen im Acht-Hertz-Bereich. Forschungen haben ergeben, dass das menschliche Herz im Zustand der Liebe auf diese Hertz-Frequenz schwingt. Nach einem Klangerlebnis mit dem Chakraphon ist das Herz offen und aufnahmebereit. Die Acht-Hertz-Schwingungen entsprechen zudem nach einer Entdeckung des Physikers Winfried Otto Schumann der Hauptresonanzfrequenz der Erde. Auch unser Gehirn erzeugt Schwingungen im diesem Hertz-Bereich, nämlich die sogenannten Alphawellen, die einem entspannten Wachzustand wie bei einer Meditation oder vor dem Einschlafen und beim Aufwachen entsprechen.

Die Klangröhren sind auf den natürlichen Kammerton A 432 Hertz gestimmt, auf den unser Körper und seine Zellen schwingen, so dass dies beim Zuhören zu einer Harmonisierung und Entspannung des gesamten Körpers führt.

Auf diesen Grundton 432 Hertz sind zum Beispiel Musik von Verdi, Enya, Adele und John Lennon sowie tibetische Klangschalen und auch das Sonar der Delphine gestimmt. 432-Hertz-Musik hört sich wärmer und sanfter an, wir nehmen sie in unserer Mitte wahr.

Neben dem Chakraphon setzte Roland Frenz zusätzlich eine sogenannte „Wah-Wah-Pipe“ ein, die auf den Ton C mit einer Frequenz von 512 Hertz gestimmt ist. Diese Frequenz hat ebenfalls eine sehr beruhigende und entspannende Wirkung. Die Wah-Wah-Pipe ist ein interessantes Effektinstrument. Schlägt man mit dem beiliegenden Schlegel auf das geschlitzte Ende der Metallröhre, ertönt ein obertonreicher, klarer und lange nachschwingender Klang. Durch Öffnen und Schließen der seitlichen Öffnung mit dem Daumen der haltenden Hand kann die Klangfarbe des Tones verändert werden. Schnellere Bewegungen mit dem Daumen ergeben einen spannenden „WahWah“-Effekt, der dem Instrument auch den Namen gegeben hat. Die insgesamt rund 90-minütige Klangspielzeit reichte Frenz in drei gleich langen Teilen mit dazwischen liegenden Pausen dar. Im ersten Abschnitt machte er als Heranführung die Zuhörer durch jeweiliges Anschlagen jeder Röhre mit den einzelnen Klängen vertraut und ermöglichte das Nachklingen im Ohr.

Im zweiten Teil ließ er die Klänge improvisiert in unterschiedlichen Reihenfolgen ertönen. Eine von ebenfalls improvisierten Tonfolgen untermalte meditative Reise durch das Innere des Körpers bildete den Abschlussabschnitt. Dabei galt es, schrittweise jeden Körperteil von den Füßen bis zum Kopf aufmerksam zu spüren, um eine Entspannung, Durchblutung und Harmonisierung des gesamten Organismus zu begünstigen. „Roland Frenz wird Sie an einem besonderen Ort in eine ganz besondere Klangwelt entführen“, hatte „Hausherrin“ Sylvia Hambrecht ankündigend die zahlreichen Gäste begrüßt. Und zwar zutreffend, denn zum einen waren es wirklich eingehende, harmonisierende und entspannende Klänge, die Frenz darbot. Und zum anderen waren an diesem wunderschönen Sommerabend das äußerst stilvolle Ambiente, die ruhige und entspannte Atmosphäre sowie die stimmungsvolle Beleuchtung im „WeinLese“-Hof ein absolut ansprechender und passender Rahmen für diese außergewöhnliche Klangreise. pdw