Lauda / Königshofen

„FabrikGalerie“ Im Juni und Juli zeigt Renate Lehmann aus Koblenz ihre Werke

Ein Versuch, hinter die Dinge zu schauen

Archivartikel

Lauda.„Sehlandschaften“ – unter diesem Titel präsentiert die „FabrikGalerie“ der Firma Lauda im Juni und Juli Werke von Renate Lehmann aus Koblenz, bei der Eröffnung begrüßt von Geschäftsführer Dr. Marc Stricker, ehe Norbert Gleich, Vorsitzender des Kunstkreises Lauda-Königshofen, ihren künstlerischen Weg skizzierte.

Schon beim Abitur war Lehmanns Schwerpunktfach Zeichnen und Malerei, ein anschließendes Studium an der Erziehungswissenschaftlichen Hochschule Koblenz mit den Studienfächern Kunst, Philosophie, Psychologie und Englisch führte sie als Lehrerin an die Konrad-Adenauer-Schule in Vallendar.

Mit ihren Ausbildungen in Psychosynthese und Maltherapie ging sie zielgerichtet ihren Weg weiter. „Mit ihren Bildern versucht sie hinter die Dinge zu schauen, Realitäten aufzuspüren, die wir Menschen in diesem Zusammenhang normalerweise nicht sehen“, sagt der Kunstkreis-Vorsitzende; er nennt Renate Lehmann eine immer Suchende, die hinterfragt, Antworten zu finden sucht, um das von ihr Gesehene künstlerisch umzusetzen. Eine Synthese aus erlebter Realität mit ihren eigenen Gedanken und Ideen wird so zu einer neuen Realität in den „Sehlandschaften“.

Naturalistische Malweise in Verbindung mit surrealen Bezügen sieht Gleich beispielsweise in dem Ölbild „Träumender Mohn“ – naturalistisch in einer fantastischen Umgebung ist es alleine die fein gezeichnete Mohnkapsel, die dem Bild seinen Namen gibt.

Die Künstlerin selbst zeigt sich begeistert vom Ambiente der „FabrikGalerie“ und von der Möglichkeit, genau hier ihre Werke präsentieren zu können. Ihre großformatigen äußerst farbenfrohen Bilder erzählen Geschichten – und eine Geschichte ist Ursprung jedes ihrer Bilder.

„Auf der Suche nach Ruhe“ scheint eine kleine Biene am Rand einer geradezu explosiven Welt in schillernden Farben zu sein und „scheue Wesen“ verstecken sich in überbordendem Umfeld.

Eine ganz besondere Geschichte erzählt die „Kinderstube des großen Eisvogels“, der sich den Platz für die Eiablage sehr sorgfältig ausgesucht hat.

Sich Zeit zu lassen zum Betrachten der Bilder und ihre Geschichten zu erleben, fordert die Malerin auf - und der Betrachter sollte sich darauf einlassen, um sich Renate Lehmanns Fantasiewelt zu erschließen.