Lauda / Königshofen

Ländliche Heimvolkshochschule Sensenmähen – die ökologische Art, eine Wiese zu mähen

Eine fast vergessene Handwerkskunst

Oberlauda.Die Ländliche Heimvolkshochschule (LHVHS) Lauda veranstaltete zusammen mit dem Sensenverein Deutschland aufgrund der großen Teilnehmer-Nachfrage gleich drei Sensen- und Dengelkurse. Sensenlehrer Heinz Wiedmann aus dem Oberen Filstal unterwies die Teilnehmer in den fast vergessenen Handwerkskünsten des Sensenmähens und Dengelns.

Aber warum heute noch eine Wiese mit der Sense mähen?

Die Mahd mit der Sense leistet einen wertvollen Beitrag zur Steigerung und Erhalt der Artenvielfalt einer Wiese und ist die Kleintier- und Pflanzenschonendste Methode eine Wiese zu mähen.

Hiermit kann jeder einen kleinen Beitrag gegen das allgegenwärtige Insektensterben leisten und die Vielfalt an Pflanzen und Tieren in unseren Blumenwiesen und Kulturlandschaft erhalten.

Der Sensenverein Deutschland sammelt und bewahrt das Wissen um diese alte Handwerkskunst und gibt den richtigen Umgang mit der Sense und Dengelhammer durch ausgebildete Sensenlehrer weiter. Die Kursteilnehmer lernten in den Kursen alles, was man rund ums Sensenmähen braucht: Das individuelle Anpassen des Sensenworbs an die eigene Körpergröße und Anatomie.

Das Einstellen (´in den Zirkel stellen´) des Sensenblattes, die richtige Haltung und Bewegung bis hin zum Wetzen und fachgerechten Dengeln der Sense.

Selbst absoluten Sensen-Anfänger räumten nach einigen Eingewöhnungs-Schwüngen die Grashalme Schwung um Schwung auf schöne Schwaden beiseite. Entsprechend groß waren dann das Erfolgserlebnis und die Freude, als die ersten Quadratmeter Wiese sauber gemäht wurden.

Vor allem in den Morgenstunden des zweiten Kurstages, als ab 7 Uhr im schönen Lindegarten die Sensen der Teilnehmer durch das taufeuchte Gras glitten, wurde ein großer Vorteil dieses alten und leisen Mähwerkzeuges deutlich. Am Feierabend, in der Mittagsruhe oder Sonntag noch mähen? – Kein Problem mit der Sense. güa