Lauda / Königshofen

Freiwillige Feuerwehr Beckstein Mit einem großen Fest und unter zahlreicher Anteilnahme wurde der Anlass gebührend gefeiert

Erstes eigenes Fahrzeug in Dienst gestellt

Archivartikel

Beckstein.Man hätte es durchaus auch als einen historischen Anlass bezeichnen können, der die Becksteiner Floriansjünger am Samstag dazu bewog, mit hunderten befreundeter Kameraden aus der näheren und weiteren Umgebung sowie vielen Besuchern aus der Bevölkerung ein großes Feuerwehrfest auf die Beine zu stellen. Immerhin hatte man ein Feuerwehrfahrzeug zu segnen, was an sich zwar durchaus ein Grund zum Feiern wäre, an für sich aber noch nichts Außergewöhnliches darstellt.

Dass diese Segnung dagegen das erste eigenständig fahrende Fahrzeug in der Geschichte der Becksteiner Feuerwehr betreffen sollte, bewegte nun die Becksteiner Feuerwehrmitglieder dazu, diese neue Errungenschaft im Rahmen eines großen Feuerwehrfestes stolz der Öffentlichkeit zu präsentieren, wie der amtierende Becksteiner Kommandant Thorsten Braun in seiner Begrüßungsrede reflektierte.

So lobte er weiterhin auch den Mut zur Modernisierung, sowohl vonseiten der Stadtverwaltung und des Bürgermeisters, aber auch vonseiten des Gemeinderats und des Becksteiner Stadtrats Thomas Michelbach. Schließlich habe man nun mit diesem Fahrzeug auch die Möglichkeit, mobil an die Einsatzstellen zu gelangen und dort auch alternative Brandbekämpfungstechniken, unter anderem mit Atemschutz, durchführen zu können. Ein besonderer Dank galt dabei abermals den Becksteiner Winzern, die auf ihrem Gelände kurzfristig eine dauerhafte Bleibe für das neue Fahrzeug zur Verfügung stellen.

Besonders stolz machte Thorsten Braun schließlich auch eine Spende des Becksteiner Bildhauers Stefan Braun, der zu dem historischen Anlass der Gemeinde eine Gedenktafel des Schutzpatrons überreichte. Sie soll, so der Kommandant, das renovierte Feuerwehrgerätehaus in der Dorfmitte zieren und, ganz im Sinne des sakralen Gedankens, den Feuerwehrleuten bei ihrer gefährlichen Arbeit schützend zur Seite stehen.

Im Anschluss folgte schließlich die Segnung des Fahrzeugs und der Steintafel durch Diakon Willi Schnurr. Dieser gratulierte schließlich auch der Becksteiner Feuerwehr zum technischen Fortschritt und wünschte den Kameraden viel Kraft und Erfolg bei allen Aufgaben und Einsätzen.

Nichts Alltägliches

Bürgermeister Thomas Maertens bemerkte in seinen Grußworten wiederum den Zauber, der einem neuen Fahrzeug innewohnt; schließlich sei die Einweihung eines Feuerwehrfahrzeugs nichts Alltägliches. Allerdings hob er dabei auch die günstigen Umstände hervor, die im Januar 2017 die Weichen zur Modernisierung der Becksteiner Feuerwehr sowie der kleineren Wehren im gesamten Stadtgebiet stellten. Dennoch sei diese Maßnahme auch mit dem Ziel verbunden gewesen, die gut ausgebildete, schlagkräftige und junge Abteilung Beckstein – auch im Hinblick auf die Schulungszwecke der Jugendfeuerwehr – zu fördern.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Heiko Wolpert sowie Stadtkommandant Jürgen Segeritz hoben unisono auch das gestiegene Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung hervor sowie letzterer die nicht mehr zeitgemäße Ausstattung der Becksteiner Feuerwehr in der Vergangenheit. So sei das neue Fahrzeug zwar mit einem deutlichen Motivationsschub für die Kameraden und die Jugendlichen verbunden; die gestiegene Mobilität und Schlagkraft stelle die Becksteiner nun allerdings auch vor neue Aufgaben.

Übung des Nachwuchses

Im Anschluss an die Grußworte zeigten die Mitglieder der Jugendfeuerwehr ihr Können bei einer Schauübung; so galt es, in Teamwork ein brennendes Haus aus Paletten schnellstmöglich zu löschen.

Den weiteren Abend umrahmte schließlich die Winzerkapelle Beckstein mit verschiedenen Klassikern und Hits der böhmisch-mährischen Blasmusik, bevor bei der Blaulichtparty im Dorfgemeinschaftshaus noch bis tief in die Nacht gefeiert wurde.