Lauda / Königshofen

Leserbrief Zum CDU-Aufruf, Anregungen und Themen für die Kommunalwahl zu erhalten

„Geht es nur um ein Wahlprogramm?“

Archivartikel

Durch Zeitungsartikel hat der CDU-Stadtverband Lauda-Königshofen um Anregungen und Themen für ihr Kommunalwahlprogramm gebeten. Da in Königshofen leider keine öffentlichen Ortsbegehungen durch die CDU-Fraktion stattfindet, komme ich dieser Aufforderung schriftlich nach.

Was wurde in Königshofen in den letzten vier Jahren tatsächlich bewegt?

Die dringend notwendige Ampel am Aldi-Markt wurde Realität. Mehrere innerörtliche Straßen wurden notwendigerweise grundsaniert.

Die seit 2013 im Raum stehende Sanierung des Königshöfer Kindergartens – Brandschutz, Hygiene, mehr Räume usw. – wurde 2017 durch den Gemeinderat beschlossen. Realisiert wurde jedoch nichts. Nun der neue Beschluss zum Neubau – schnellstmöglich? Also Februar 2019 alles auf Anfang zurück. Nicht nur die ungelöste Frage des Kindergartenträgers nach einem Neubau wird definitiv ein Thema bleiben!

Welche Themen und Probleme bleiben da denn noch als Zukunftsaufgaben?

Das ursprünglich als Standort eines Vollsortimenters vorgesehene Areal in der Antoniusstraße gammelt ohne jedes städtebauliche Engagement vor sich hin. Eine große innerörtliche Fläche, fast ungenutzt und wahrlich keine Augenweide. Hier müsste „Stadtentwicklung“ und Initiative durch die Verwaltung ansetzen!? Wenn schon keinen Vollsortimenter, dann vielleicht über eine Umwidmung des Geländes nachdenken? Eine Änderung des Bebauungsplanes? Bauplätze? Seniorengerechtes Wohnen? Wohnungsmangel angehen?

Auch die Sanierung der „Vorstadt“ wurde mehrfach beraten und beschlossen. Passiert ist bisher – nichts! Bahnhofsgebäude, Güterschuppen, Eisenbahnstraße, alles marode und ein Schandfleck für ganz Lauda-Königshofen. „Schicke Containerwohnungen“ für Arbeiter, Müllumlagerte Altglascontainer und Baureste, ein vergammeltes Denkmal und ein trauriges, ehemals das Ortsbild prägendes Salzmannhaus direkt am Radweg Liebliches Taubertal.

Ideen dazu? In einem sanierten alten Bahnhof könnte man mindestens so gut wohnen wie in Containern. Ein barrierefreier Zugang zur Bahnhaltestelle?

Ein Seniorenwohnheim hinter dem Aldi-Gelände ist seit Jahren geplant und schon wieder überplant.

Welche Initiativen vonseiten der Stadt sind hier bekannt, um dieses Vorhaben eines Investors, der bereits viel Geld investiert hat, voranzubringen? Nach Ansicht der Stadt eine reine Privatsache. Dagegen ein weiteres Seniorenwohnheim in der Laudaer Eisenbahnervorstadt, wo der von der Stadt beauftragte Entwickler bereits einen Träger aufgetan hat. Endlich auch eine Seniorenwohnanlage in Königshofen, egal wo, sollte allen Fraktionen ein Thema wert sein!

Das schreit zum Himmel

Die Verkehrssituation in der Antoniusstraße von Tankstelle bis mindestens Einmündung Gewerbestraße schreit zum Himmel. Sie wird durch eingezeichnete Parkplätze nicht wirklich besser. Dauerparker auf der einen, haltende Fahrzeuge auf der anderen Seite und sich durchquälende Linienbusse machen jedes Durchfahren dieser Engstelle zum Abenteuer. Die einzige Zufahrtsstraße zum Turmberg, zugeparkt von Fahrzeugen einer ansässigen Firma, bietet ein ähnliches Bild. Eigentlich ein unhaltbarer Zustand, wie auch der Lärm, der von dem dortigen Firmengelände ausgeht. Ein Thema?

Nochmals vergrößert hat sich das Verkehrschaos auf der Königshöfer Hauptstraße. An allen innerörtlichen Kreuzungsbereichen werden die Bürgersteige nach wie vor großzügig überfahren und Fußgänger gefährdet.

In den Nachtstunden wird gerast und Stau zu den Hauptverkehrszeiten. Den Einfahrtsbereich bei Aldi bzw. der Zugang zum einzigen Bäckerladen Königshofens als Fußgänger zu betreten, ist nach wie vor lebensgefährlich. Auf eine Treppe vom Bürgersteig an der Ampel hinunter zu Aldi wartet Königshofen immer noch. Die Stadt zeigt auf den Besitzer, denn die Sicherheit ihrer Bürger geht sie offenbar nichts an! Ein Thema?

Geschwindigkeitsanzeigen für Königshofen und Unterbalbach warten im Bauhof in Lauda seit Monaten unter fadenscheinigen Begründungen auf die ihre Aufstellung.

Und der erst auf Druck der Landesregierung erstellte Lärmaktionsplan ruht wahrscheinlich inzwischen im Rathausarchiv!

Die Sanierung der Tauber-Franken-Halle ist vertagt. Uralte Fenster, marode Türen und Böden und die Dauerbaustelle Dach. Halbheiten allerorten!

Gemeinsame Begehung aller genannten Örtlichkeiten durch Gemeinderat, Bürgermeister und Bürger, am besten zu Hauptverkehrszeiten, wäre ein Thema. Wenigstens alle vier Jahre. Denn ich hoffe, es geht tatsächlich um die in Angriff zu nehmenden Aufgaben. Und nicht nur um ein Wahlprogramm.

Themen genug also aus Königshöfer Sicht.