Lauda / Königshofen

Kulinarisches Vergleichsprobe mit dem Staatsweingut Meersburg beim Weingut Sack

Genüsslicher und informativer Abend

Lauda.„Johann August Sack - Weingut im Taubertal trifft Staatsweingut Meersburg am Bodensee“ lautete das Motto bei einer Vergleichsprobe und kulinarischen Weinreise durch Baden beim Weingut in Lauda. Bei dem sehr genüsslichen, interessanten und informativen Abend erfuhren die zahlreichen Gäste von dem Meersburger Weingutsdirektor Jürgen Dietrich und dem Weingut-Geschäftsführer Karlheinz Sack viel Wissenswertes unter anderem über die jeweiligen Weinbauregionen und Weingüter.

Der 1210 dokumentierte Beginn des Weinbaus in Meersburg war zugleich auch der Anfang des Weingutes der Fürstbischöfe von Konstanz, das Jahrhunderte später Staatsweingut werden sollte. Im Zuge der Säkularisierung 1802/03 durch Napoleon fiel das Fürstbischöfliche Weingut an das junge Großherzogtum Baden und wurde als „Großherzoglich-Badische Domänenkellerei“ die erste Weinbaudomäne Deutschlands. Nach dem zweiten Weltkrieg erfolgte die Umbenennung in Staatsweingut. Heute gehört das Unternehmen dem Land Baden-Württemberg und ist als Landesbetrieb dem Finanzministerium unterstellt.

Als erstes Weingut in Baden wurde das Staatsweingut Meersburg im Juli 2012 mit dem Nachhaltigkeitssiegel „FairChoice“ zertifiziert. Dieses Siegel zeichnet Betriebe aus, die bestimmte ökologische (zum Beispiel Schutz von Böden und Gewässern, Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft), soziale (unter anderem gerechte Entlohnung der Mitarbeiter, gesellschaftliches Engagement) und ökonomische Kriterien (zum Beispiel Eigenkapitalrentabilität) erfüllen.

„Die Wurzeln des Weinguts Johann August Sack in der Laudaer Bahnhofstraße gehen auf die 1920er Jahre zurück, als mit der Flaschenfüllung von Wein begonnen wurde. Als einer der ersten Weinerzeuger des Taubertals hat der Winzerbetrieb seine Weine in Bocksbeutel gefüllt. Heute bewirtschaftet der Betrieb neun Hektar Rebfläche an den sonnigen Hängen des Taubertals. Die Weinberge werden nach den Grundsätzen eines naturnahen und nachhaltigen Weinbaus bewirtschaftet. Die Arbeiten im Keller sind ebenfalls von den Prinzipien der Nachhaltigkeit und der Qualitätsorientierung geprägt. Hierzu zählt auch der bewusste Verzicht auf Verfahren der modernen Weintechnologie.

Zu kulinarischen Spezialitäten eines sechsgängigen Menüs des Catering-Services „Zum Schwarzen Bock“ aus Hasloch wurden insgesamt fünf korrespondierende Weinpaare beider Güter präsentiert und serviert.

Eine spezielle Besonderheit war, dass die jeweiligen Vergleichspaare nicht gleichartige, sondern verschiedene und zugleich zueinander harmonierende Weinarten waren, so dass die Besucher zum Beispiel einen trockenen Spätburgunder Weißherbst aus Meersburg mit einem trockenen Zweigelt Rosé aus Königshofen miteinander vergleichen konnten. Einhergehend bekamen die Gäste viele Informationen über das Terroir, sprich die natürlichen Faktoren wie Rebe, Boden und Klima sowie kulturelle Einflüsse, die den Bodensee-Weinen ihre spezifischen Charakterzüge und Eigenschaften verleihen. pdw