Lauda / Königshofen

Geburtstagsfeier Firmengruppe Hofmann feierte zwei Tage lang ihr 70-jähriges Bestehen / Ständchen für fast 90-jährigen Gründer Paul Hofmann / Ehrungen langjähriger Mitarbeiter

Gesundes Unternehmen mit viel Innovationskraft

Sehr guter Auftragsbestand: die Firmengruppe Hofmann blickt als gesundes Unternehmen zum 70-jährigen Bestehen mit großem Optimismus in die Zukunft.

Königshofen. Erst seit 2013 endgültig an der jetzigen Adresse, andererseits jedoch bereits um etliches länger erfolgreich auf dem Markt: In einem nicht gerade leichten Umfeld behauptet sich inzwischen seit 70 Jahren das alteingesessene Königshöfer Familienunternehmen, die als feste Basis tonangebende Firmengruppe Hofmann, stimmig aufgebaut auf einen innovativen Dreiklang, und zwar Hofmann-Flachdach, Flachdach-Solar sowie Solmont Technology/Solar-Montagetechnik. Es läuft bestens - Grund genug also, an zwei Tagen den runden Geburtstag gebührend zu feiern, einmal bei einem Jubiläumsabend mit vielen geladenen Gästen und daraufhin einer offenen Tür, bei der sich den Besuchern aus der Region die Gelegenheit zur umfassenden Information auch über diverse Partner bot.

Auf dem Areal des Domizils in der Eisenbahnstraße 32 vereinte sich zum Festakt eine rund 200-köpfige illustre Schar im eigens errichteten Zelt, in dem über Stunden hinweg ein unterhaltsames Programm ablief. Bei leiblichen Genüssen durch einen Catering-Betrieb oblag dabei die fundierte Moderation dem aus Bütthard stammenden Bernd Zehnter (Reichenberg), der darüber hinaus mit anderen Appetithappen einer fulminanten Zauberschau begeisterte, die alle in ihren Bann zog.

Auf noch mehr Aufmerksamkeit stieß allerdings Geschäftsführer Wolfgang Hofmann, der in seiner ausführlichen Ansprache erst einmal an die intensive Vorbereitung erinnerte, zielgenau abgeschlossen auch dank Bauleiter Thorsten Schäffner.

70 Jahre bedeuteten eine lange Zeit, in der viel geschehen sei, betonte der mit drei Ausbildungen und Meisterbriefen - Estrichleger, Dachdecker und Kaufmann - aufwartende Geschäftsführer, der in seinem Rückblick von 1949 ausging, als sein Vater Paul auf dem Rathaus in Königshofen sein Geschäft anmeldete.

Gemeinsam mit der stets unterstützenden Mutter Anni, gestorben 2013, habe das „gute Team“ auch die sehr harten Anfangsjahre überstanden, wusste Wolfgang Hofmann, der „den eisernen Willen, die Disziplin, die Sparsamkeit und den Tatendrang“ hervorhob.

„Leistungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Innovationen und Ideen bildeten schon damals den Ausschlag für Anerkennung und Geschäftserfolge“, unterstrich der Redner, der über die bereits 16 Mitarbeiter 1954 einzelne Stationen auflistete bis hin zur ersten entsprechenden Maschine in der Messestadt. In den 1960er Jahren sei hier nicht nur der Name, sondern gar das Markenzeichen „Asphalt-Hofmann“ entstanden, eine Titulierung, die sich bundesweit derart positiv eingeprägt habe, dass man sie bis heute immer wieder verwende – und dies trotz längst erfolgter Umfirmierung in Hofmann-Flachdach und Flachdach-Solar, so die Aussage.

Auf diesem guten Fundament habe man aufbauen können, verdeutlichte der Geschäftsführer, der daraufhin die sichtlichen Vorzüge der einzelnen Betriebszweige mit Verweis auf eine umfangreiche Referenzliste in das richtige Licht rückte, wobei er ausdrücklich in den Raum stellte, dass es sich hier „um ein gesundes Unternehmen handelt, das berechtigt mit großem Optimismus in die Zukunft blickt“.

Eingehend auf den „sehr guten Auftragsbestand“ versicherte der Firmenchef den Mitarbeitern, dass sie sich keine Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen müssten, ehe er mit einem Abstecher zur Vorsorge anmerkte, dass als Nachfolger sein Sohn Benjamin ab Januar 2020 einsteige, stark mit im Boot ja außerdem an der Seite noch Geschäftsführer Oliver Echternach. Wolfgang Hofmann, der nicht verhehlte, dass man in all den Jahren auch nicht von manchen Schwierigkeiten verschont geblieben sei, wertete es dazu jedoch als vorteilhaft, dass man die Techniken nicht nur aufgegriffen, sondern für die eigenen Anforderungen perfektioniert und weiterentwickelt habe, bevor er einen großen Kreis für die vertrauensvolle Zusammenarbeit würdigte.

Überleitend von seiner Frau Olga und Tochter Marion galt der Dank daraufhin den Mitarbeitern für ihren Einsatz und die Treue zum Betrieb, was später noch in eine längere Ehrungszeremonie mündete. Präsente für entsprechende Zugehörigkeit gab es hier für Albert Klingert (45 Jahre), Alois Imhof (40), Hubert Geisler (35), Thomas Kitzlinger und Yusuf Karabag (jeweils 30), Thomas Zahs (20) sowie Marion Hofmann (zehn Jahre).

Den Vogel ab schoss natürlich Geschäftsführer Wolfgang Hofmann selbst, der mittlerweile eine 50-jährige Zeitspanne verbuchte, nach einer Laudatio seitens der Führungsriege ebenso beglückwünscht im Grußwort des Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, Dr. Wolfgang Reinhart, der zum Hauptanlass das 70-Jahr-Jubiläum als „Insel der Freude im Meer des Alltags“ bezeichnete. Der Abgeordnete, der das Augenmerk auf die Pionierleistung des in wenigen Wochen 90-jährigen Paul Hofmann lenkte, erkannte in der demnächst dritten Generation eine wichtige Kontinuität, ehe er auf die Bedeutung des Mittelstandes abhob. Er sehe die Firmengruppe mit ihren 50 Arbeitsplätzen, dem rund 16 000 Quadratmeter umfassenden Gelände und der teilweise Marktführerschaft „gut aufgestellt“, bekräftigte Reinhart, der sich danach noch mit der Fotovoltaik beschäftigte.

„Höchst erfreulich“ nannte es im Anschluss der stellvertretende Bürgermeister Herbert Bieber, wie sich das Unternehmen präsentiere, das bisher eine „Königshöfer Erfolgsgeschichte“ geschrieben habe. Bieber, der die „große soziale Verantwortung“ der prägenden Persönlichkeiten mit Beispielen aus der Vereinsarbeit untermauerte, zählte heute noch ausgeübte Funktionen auf, bevor er darum bat, auch weiterhin im gesellschaftlichen Engagement nicht nachzulassen.

Ein reger Gedankenaustausch in unterschiedlichen Zusammensetzungen schloss sich an, zwischendurch aufgelockert durch den gelungenen Auftritt des gesanglich und instrumental vorwiegend die Oldies bevorzugenden Trios Wolfgang Hofmann (Gitarre), Thomas Hofmann (Saxofon) und Rainer Arend (Keyboard), die damit schon einmal einstimmten auf den darauffolgenden Tag der offenen Tür mit dem abendlichen Highlight der legendären Band „Kingcourts“. bix