Lauda / Königshofen

Konzert Sopranistin Susanne Oehm-Henninger begeisterte mit weiteren Sängern in der evangelischen Kirche Sachsenflur

Glasklare Stimmen als Einstimmung auf den Advent

Sachsenflur.„Adeste fideles“ oder „Herbei o ihr Gläubigen“ hörte man in der Einstimmung auf den besonders festlichen ersten Adventsabend in der evangelischen Kirche Sachsenflur. Ein alljährlich gut besuchtes Advents-Konzert, organisiert und gestaltet von Sopranistin Susanne Oehm-Henninger, ein Magnet mit großer Anziehungskraft, entsprechend war der Besuch auch in diesem Jahr wieder, im voll besetzten ehrwürdigen Gotteshaus in Sachsenflur. Man musste sogar im Gang zwei Reihen Stühle stellen.

Vor einer schönen Kulisse rund um den Altar standen die Gospelsängerinnen und -sänger aus Bad Mergentheim unter der Leitung von Michael Schlor, der an diesem Abend in der Hauptsache am Piano die Künstler begleitete. Soulsängerin Anja Bundschu, das durchdringende Pendant im Duo der Mezzosopranistin Susanne Oehm-Henninger, die beide dem vorweihnachtlichen Abend, in Verbindung mit Tochter Fenja Henninger an der Violine, ihren besonderen Stempel aufdrückten.

Pfarrer Dr. Heiner Kücherer moderierte den stilvollen Abend und nannte ihn ein experimentelles Projekt, da die gesungenen „Carols und Songs“ als Nordamerikanische Weihnachtslieder bei uns in Deutschland ihren festen Platz hätten und längst in die westliche Welt vorgedrungen seien. Der „Christma Kerl“ ist auch dort als Mann mit der roten Mütze bekannt.

Mit „The First Noel“, als traditionellem Weihnachtslied das von der Geburt Jesu erzählt im Genre als Popmusik gesungen, begannen die Künstler ihr stilvolles Adventskonzert. Und immer wieder war Pfarrer Dr. Kücherer zu hören, eine wunderbar angepasste Moderation mit großer Intensität, zielgerichtet auf die jeweiligen Songtitel, wie auch bei dem bekannten „Angels Carol“ oder „Let it snow“, lass es schneien, lass es schneien.

Mezzosopranistin Susanne Oehm-Henninger und Anja Bundschuh zauberten mit ihren gefühlvollen Stimmen eine festlich vorweihnachtliche Stimmung in das Gotteshaus, ganz nach dem Geschmack der vielen Freunde und Fans. So brachten die beiden charismatischen Sängerinnen die zumeist bekannten amerikanischen Songs in geschmeidiger und eleganter Form zu Gehör. E benso hat Fenja Henninger einige Songs in ihrer gekonnten Art an der Geige begleitet. Die 18-Jährige zeigte ihr Können an ihrer Violine in gewohnt filigraner Leichtigkeit und bekam so wie alle Künstler immer wieder ihren verdienten Beifall.

„The Christmas Way“ wurde brillant, voller Spannung geladen vorgetragen und zeigte in allen Facetten die glasklaren Stimmen und die Tonkunst der Solisten – von Gospel, Mezzosopran bis hin zum Soul. Und alle Genres ordnete Pfarrer Dr. Heiner Kücherer in Epochen von Zeit und Raum, was „Adeste fideles“ oder „Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden“ zusammen mit der Gemeinde gesungen, unterstrich. „Santa Claus got stuck in the Chimney“ oder „Santa Claus ist im Schornstein stecken geblieben“, interpretierte der Pfarrer als eine lustige Begebenheit von der Beleibtheit des Santa Claus, die so typisch amerikanisch sei. „ Joy to the World“ hörte man letztlich aus den voller Inbrunst gesungenen Kehlen. Übersetzt als „Freue Dich Welt, der König kommt“. Ein Abschluss im Konzert, das letztlich aus vollem Herzen von allen Besuchern mit großem Applaus bedacht wurde.

In einer Hommage gegen das Vergessen zu Ehren des bekannten und beliebten, in diesem Jahr verstorbenen musikalischen Talents Wolfgang Goericke, blieb letztlich kein Auge trocken. Ein würdiger Abschluss am Ende dieser gelungenen Veranstaltung.