Lauda / Königshofen

Konzertabend mit NotaBene Taubertäler Vokalensemble sang zugunsten der Kirchenrenovation in Unterbalbach

Große Emotionen rund um die Liebe

Archivartikel

„Liebeslieder und Liebeslyrik“ bot das Taubertäler Vokalensemble NotaBene begeisterten Zuhörern im Unterbalbacher Pfarrsaal.

Unterbalbach. Notabene sang und spielte komplett ohne Gage für den guten Zweck: Die Kirchenrenovation der Pfarrkirche St. Markus, die im November nach langer Renovierungsarbeit abgeschlossen sein wird. Konkret fließen die Spendengelder aus dem Konzert in die Gestaltung eines Andachtsbereichs im hinteren Teil der Kirche.

NotaBene gelang es im Laufe des Abends, große Emotionen zu wecken: In vier thematischen Blöcken ging es um die eifersüchtige, die sehnsuchtsvolle, die göttliche und die erfüllte Liebe. Markus Sellen geleitete das Publikum mit seinen überleitenden Beiträgen kurzweilig und humorvoll durch das Programm.

Nach der Begrüßung durch Pfarrer Ralph Waltersbacher ermöglichte NotaBene mit dem georgischen Segenslied „Mrawal Zhamier“ einen wunderbaren Einstieg ins Konzert.

Das Lied „Vecchie Letrose“ von Adrian Willlaert aus dem 16. Jahrhundert diente als Rahmen oder „roter Faden“ des Programms, wie es Markus Sellen ausdrückte: Als italienisches Original und der deutschen Übersetzung, aber auch in drei überaus humorvollen Eigenkreationen.

Ergänzt wurden die Liebeslieder durch Gedichte von Christian Morgenstern, Heinrich Heine, Friedrich Hebbel, Berthold Brecht, Rose Ausländer und Friedrich Schiller, die je nach Thematik mal gefühlvoll, mal lustig vorgetragen wurden.

Mit dem Tanzlied „Zskalsnapoti“ schloss sich der Kreis. Es stammt wiederum aus Georgien und damit dem Land, zu dessen Menschen und sakraler Musik NotaBene eine besondere Beziehung pflegt. Es folgte der offizielle Schlusspunkt aus „Vecchie Letrose“ mit der Aufforderung „Lass Blumen sprechen“.

Den Rufen nach Zugabe kam NotaBene gerne nach. Mit dem Rilkegedicht „Wie soll ich meine Seele halten“ und dem Lied „Do not be afraid“ von Philip Stopford setzten Chris Baumann und Werner Bartholme (Tenor), Sue Hartmann und Petra Suda (Alt), Andrea Baumann und Marion Wachter (Sopran), Manfred Bystricky und Markus Sellen (Bass) von NotaBene den stimmungsvollen Schlusspunkt des Konzertes.

So endete ein „liebevoller“ Abend mit dem Wunsch des Ensembles, auch einmal in der bald wieder offenen Kirche ein sakrales Programm singen zu können. Das begeisterte Publikum kommt sicher gerne wieder. krme