Lauda / Königshofen

„Hilfe für Kinder in Not“ Mitgliederversammlung blickte auf das vergangene Jahr zurück und zog Bilanz / Nachhaltigkeit ist mit Spenden aus Lauda gewährleistet

Hilfsprojekte auf der ganzen Welt haben sich weiter sehr gut entwickelt

Lauda.Die drei aktuellen Hilfsprojekte des Vereins „Hilfe für Kinder in Not“ Lauda haben sich auch 2018 erfreulich gut entwickelt, und das vor allem im Sinne der vom Verein angestrebten Nachhaltigkeit durch Arbeit und Investitionen. Diese positive Bilanz wurde in der Mitgliederversammlung gezogen und in lebhafter Diskussion erläutert.

Wie Dr. Günter Pfeiffer über das Projekt Matyazo in Tansania berichtete, seien im Kranken- und Waisenhaus inzwischen vier Ärzte beschäftigt. Ein Techniker aus Deutschland kümmere sich um die Wartung des Windrades, um die Versorgung mit Wasser und Heizung und habe den Wäsche-Trockenplatz überdachen lassen. Das sei sehr wichtig, da hier täglich Windeln und Wäsche von 80 Kleinkindern getrocknet werden.

Leitung und Verwaltung der Station lägen seit ein paar Jahren in afrikanischer Hand dank der Ausbildung junger Afrikaner aus Matyazo durch den Laudaer Verein. Der könne auch 2019 das Projekt wieder mit 5000 Euro fördern. Das Waisenhaus auf den Philippinen in der Provinz Samar im Großraum Manila beherberge inzwischen 15 Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren. Der Franziskanerpater Antonio Renoblas gebe den Jungen Schutz und Rückhalt und habe eine umfassende Selbstversorgung aufgebaut. Es würden Obst und Gemüse, sogar Reis und Bananen angebaut, Hühner und Enten gehalten.

Neben dem Schulbesuch hätten alle Jungen im Tagesablauf Aufgaben, die dem Zusammenhalt und der Gemeinschaft dienten. Da die Kinder „von der Straße“ kämen und keine Familie mehr hätten, seien diese täglichen Übungen für das Zusammenleben in der Gesellschaft besonders wichtig, wie auch der geregelte Schulbesuch als Grundlage für Bildung und Beruf. Auch Pater Antonio erhalte in diesem Jahr wieder 5 000 Euro für sein Waisenhaus. Mit der Hilfsorganisation Kinderberg International in Stuttgart habe „Hilfe für Kinder in Not“ vor elf Jahren in der Elfenbeinküste das Hilfsprojekt „Vorschule“ in der Hauptstadt Abidjan begonnen. In der „École Lauda“, wie die Schule inzwischen benannt wurde, finanziere der Verein den Schulbesuch von 40 Kindern aus den Slums der Millionenstadt Abidjan mit dem Lernmaterial, mit Kleidung, einem Frühstück und einer warmen Mahlzeit am Tag.

Das Jahresgehalt der beiden Lehrer trage der Laudaer Verein. Die Kinder würden regelmäßig medizinisch und psychologisch betreut, ebenso würden die Familien besucht und ihnen individuelle Hilfe angeboten. Viele Kinder seien auch Aids-Waisen. Durch den Besuch der Vorschule werde den Kindern der Weg zu weiterführenden Schulen geöffnet und damit die Chance gegeben, durch Lernen und Bildung den Kreislauf von Armut, Krankheit und Gewalt mit der Aussicht auf ein besseres und menschenwürdiges Leben zu durchbrechen.

Auch die „École Lauda“ bekomme 5000 Euro, so dass 2019 die Projekte insgesamt mit 15 000 Euro bedacht würden, was Schatzmeister Helmut Wenz mit seinem ausgeglichenen Kassenbericht deutlich machte. Den größten Posten im Spendenaufkommen 2018 machte wieder das Multi-Kulti- Fest aus, das in seinem 25. Jahr 2019 voraussichtlich zum letzten Mal stattfinden wird. Am Freitag, 12. April, veranstaltet „Hilfe für Kinder in Not“ im Rathaussaal in Lauda ein Benefizkonzert mit der Pianistin Asli Kilic, die Werke von Robert Schumann spielt. Barbara Kerschkowsky liest dazu aus dem Buch von Peter Härtling „Schumanns Schatten“. Im Vorstand von „Hilfe für Kinder in Not“ arbeiten zurzeit mit: Barbara Kerschkowsky (Vorsitzende), Dr. Günter Pfeiffer (Stellvertreter), Helmut Wenz (Schatzmeister), Ruth Römig (Schriftführerin) sowie Eberhard Kress und Dirk Wenz (Beisitzer). ky