Lauda / Königshofen

Vogel- und Naturschutzverein Besondere Dezimierungsaktion im Großbiotop „Neuberglein“ durchgeführt

Jakobskreuzkraut den Kampf angesagt

Archivartikel

Das Jakobskreuzkraut (Jakobsgreiskraut) hat sich in den letzten Jahren besonders an Straßenrändern, Grünland und Weideflächen – auch in der Region – ungestört angesiedelt und vermehrt.

Königshofen. Eigentlich für den Betrachter eine schöne in leuchtend gelb blühende Pflanze, auf der immer Insekten und Schmetterlinge anzutreffen sind, ist eine heimische Pflanze und kein Neophyt.

Sie ist besonders dort, wo eine Nutzung der Wiesenflächen für Futterzwecke stattfindet, durchaus recht gefährlich.

Die Giftigkeit beruht auf der Wirkung verschiedener Stoffe, die, je nach Tierart, besonders bei der Verfütterung an Pferde und Rinder zu Lebervergiftungen führt, wobei Pferde und Rinder empfindlicher reagieren als Schafe und Ziegen.

Ausbreitung verhindern

Um eine weitere Ausbreitung in genutzte Grünlandflächen zu verhindern, startete der Vogel- und Naturschutzverein Königshofen erstmals im laufenden Jahr im Großbiotop „Neuberglein“ eine Dezimierungsaktion. Obwohl dieser Flächenaufwuchs nicht an Tiere verfüttert wird, will man durch Samenflug eine Ausbreitung vermeiden.

In einer Großaktion wurde das gesamte 3,5 Hektar große Biotop im „Neuberglein“ nach dem Gewächs abgesucht und weit über 1300 Pflanzen komplett mit den Wurzeln ausgerissen.

Aufgrund der Trockenheit ist diese Arbeit zurzeit eingestellt. 2019 will der Verein alle Vereinsbiotope nach diesen Pflanzen absuchen und ausreißen. tsch