Lauda / Königshofen

Vorlesewettbewerb Regionalentscheid im Schulzentrum am Wört in Tauberbischofsheim verlief sehr spannend

Jan Müller überzeugte die Jury und holte sich den Sieg

Archivartikel

Main-Tauber-Kreis.Eintauchen in fremde Welten, Fantasiewesen begegnen, die große Liebe finden, den Angsthauch im Nacken oder die Gänsehaut auf den Armen spüren - Bücher machen es möglich.

Am eigenen Leib erfahren konnten das die Zuschauer, oder besser Zuhörer, des Regionalentscheid Main-Tauber-Nord des 60. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels. Durchgeführt wurde dieser im Schulzentrum am Wört in Tauberbischofsheim, organisiert von der Deutschlehrerin Christina Born. Neun Vorlesesieger aus den sechsten Klassen der verschiedenen Schulformen der Region – Werkrealschule, Realschule, Gymnasium, Gemeinschaftsschule – gingen an den Start. Das Weiterkommen und Erreichen der nächsten Wettkampfstufe, der Bezirksebene, winkte als verlockendes Ziel.

Zur Unterstützung hatten sich die Schulsieger Begleitpersonen mitgebracht, ihre Deutschlehrer oder auch Eltern waren mit angereist. Insgesamt beteiligen sich in ganz Deutschland rund 600 000 Schüler und 7000 Schulen über die 16 Bundesländer verteilt am Vorlesewettbewerb.

Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten versucht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels damit, öffentliche Aufmerksamkeit für das Kulturgut Buch zu erzeugen, Leselust zu wecken und die Lesekompetenz von Kindern zu stärken. Über Stadt/Kreis -, Bezirks - und Länderebene kann dabei das Bundesfinale am 26. Juni in Berlin erreicht werden – garniert mit einem dreitägigen Urlaubsaufenthalt in der Bundeshauptstadt. Gespannt und aufmerksam lauschten die Jurymitglieder – H. Benz von der Buchhandlung „Schwarz auf Weiß“, F. Stock von der Stadtbücherei Wertheim und F. Ballweg von der Katholischen Bücherei Tauberbischofsheim – den Darbietungen. Für die Vorlesenden galt es, das selbst ausgewählte Buch kurz vorzustellen sowie eine Textpassage daraus vorzulesen. Aber das war nicht alles, jeder Teilnehmer musste auch noch einen Fremdtext vortragen, um die Jury von der eigenen Leistung zu überzeugen. Diese machte sich eifrig Notizen und zog sich anschließend zur Beratung in ein Hinterzimmer zurück.

Jan Müller aus der Klasse 6b des Matthias-Grünewald-Gymnasiums in Tauberbischofsheim jubelte. Er hatte am meisten Punkte erreicht und damit den verdienten Sieg im Regionalentscheid errungen.

Der Jury sowie der Veranstalterin war es aber auch wichtig, zu betonen, dass alle Schüler großartig gelesen und sich stark präsentiert hätten, sich also alle wie Sieger fühlen könnten. Symbolisch hierfür erhielten alle Vorleser ein kleines Präsent. Jan Müller allerdings darf sich nun auf die nächste Entscheidung auf der Bezirksebene freuen und von einer möglichen Reise nach Berlin träumen.