Lauda / Königshofen

Firma Lauda Dr. Gunther Wobser zeichnet einen treuen Mitarbeiter aus / Nach Eintritt in den Ruhestand weiterhin beim Auf- und Abbau von Messeständen dabei

Josef Behr seit 45 Jahren im Unternehmen tätig

Lauda-Königshofen.Für seine 45-jährige Betriebszugehörigkeit bei der Firma Lauda Dr. R. Wobser wurde Josef Behr aus Boxberg bei einem feierlichen Festakt von dem Geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Gunther Wobser im Namen des Unternehmens und des Geschäftsführers Marc Stricker ausgezeichnet.

Der im Juli 1954 in Bad Mergentheim geborene Firmenjubilar absolvierte nach seinem Realschulabschluss ab dem Herbst 1972 bei dem Unternehmen eine Ausbildung zum Elektromechaniker, die er im Sommer 1975 erfolgreich abschloss.

Darauffolgend wurde Josef Behr in den Lauda-Geschäftsbereich Heiz- und Kühlsysteme übernommen, in der er für den Aufbau und das Verdrahten von Geräten und Schaltkästen zuständig war. Nach seinem Wehrdienst von April 1976 bis Juni 1977 kehrte er zu seinem Stammbetrieb zurück. Dort arbeitete Josef Behr bis April 1980 in der Kälteabteilung und anschließend bis April 1985 in der Elektromontage, wo er neben anderen Aufgaben vor allem auch Regeleinheiten von Thermostaten verdrahtete.

Seit Mai 1985 bis zum jetzigen Zeitpunkt zeichnete sich Josef Behr in der Elektromontage für das Justieren sowie für die Qualitätsprüfung von Thermostaten verantwortlich. Fortbildungen und Qualifikationen, durch die sich Behr immer auf den neuesten Stand der Technik brachte, waren die Kurse „Elektrische Prüfanlagen“ im November 1996 und im August 2004 „Sicherheitsbeauftragter im Prüffeld“, worauf er im November 2004 zum Sicherheitsbeauftragten für den Bereich Elektromontage ernannt wurde.

Zwei Erste-Hilfe-Kurse im November 1991 und Februar 1995 ergänzten die Reihe seiner Weiterschulungen. Zudem engagierte sich der Firmenjubilar von 1975 bis 1983 als Musiker in der Betriebskapelle, von August 1992 bis Juli 1996 als Betreuer der Getränkeautomaten sowie seit März 2006 als Mitarbeiter des für den Auf- und Abbau von Messeständen zuständigen Teams.

Kurz nach seiner 45-jährigen Betriebszugehörigkeit ging Josef Behr Ende November in den Ruhestand. Einhergehend kann sich der 63-Jährige, der zudem als Sänger im Kirchenchor in Oberschüpf aktiv ist, künftig verstärkt seinen bevorzugten Freizeitbeschäftigungen wie Sammeln von Briefmarken und Münzen, Fahrradfahren, größere Radtouren und Reisen nachgehen sowie sich noch mehr seiner Ehefrau Renate, drei Kindern und zwei Enkeln widmen.

„Sehr bemerkenswert“ bezeichnete Dr. Gunther Wobser in seiner Laudatio, dass Josef Behr sein gesamtes Berufsleben bei einem einzigen Unternehmen verbracht habe. Zugleich würdigte er den Jubilar und angehenden Ruheständler für dessen Einsatz, Zuverlässigkeit, Loyalität und wertvolle Arbeit. Als Anerkennung wurde er von Wobser im Beisein unter anderem von Geschäftsführer Dr. Marc Stricker, Betriebsleiter Gerhard Lang, Betriebsratsvorsitzender Elmar Mohr und weiterer Mitarbeiter sowie Behrs Ehefrau mit der Ehrenurkunde von Lauda ausgezeichnet.

Ebenfalls ihre Wertschätzung und Hochachtung besonders auch aufgrund Josef Behrs gesamten Berufslebens bei Lauda drückten Rainer Deinert, Leiter der Elektromontage, und Elmar Mohr aus.

„Josef Behr hat immer seine Meinung vertreten und hat sich unter anderem auch durch die Mitwirkung bei der Arbeitssicherung in der Montage hervorgetan“, betonte der Betriebsratsvorsitzende Elmar Mohr.

Zudem verwies er darauf, dass Josef Behr sowohl als Betriebsratsmitglied sehr engagiert als auch fast genauso lang wie seine 45-jährige Berufstätigkeit bei Lauda Mitglied der IG Metall gewesen sei.

„Präzision und Genauigkeit war immer meine Prämisse“, berichtete Josef Behr. Er habe sich immer zu 100 Prozent als „Laudaner“ gefühlt und so gehandelt. Seit seiner Ausbildung bis auch zuletzt habe er die Lauda-Geschäftsführung bis in die dritte Generation zu schätzen gelernt. Seit er im Prüffeld eingesetzt gewesen sei, habe er rund 215 000 Prüfaufkleber verbraucht, ohne die ungezählten Prüfstempel für Sichtkontrolle oder dort, wo kein Prüfaufkleber angebracht wurde, mitzuzählen.

In der Wareneingangsprüfung habe er in der Zeit etwa 200 000 Fühler in der Hand gehabt und rund 4000 Werkskalibrierscheine erstellt.

Da auch seine Arbeit zu seinen Hobbys gezählte habe, bot Josef Behr am Ende seiner Dankesworte Dr. Gunther Wobser an, ebenso nach erfolgtem Eintritt in seinen Ruhestand noch weiterhin beim Auf- und Abbau von Messeständen mitzuarbeiten und die Firma zu unterstützen. pdw