Lauda / Königshofen

Goldene Hochzeit Peter und Marianne Kirschning sind seit 50 Jahren verheiratet

Längst ins städtische Geschehen integriert

Archivartikel

Lauda.Was einst auf dem Marktplatz in Tauberbischofsheim begann und bald danach auf das Standesamt im Heckfelder Rathaus und dann direkt vor den Traualtar in der Kirche St. Martin in Oberlauda führte, mündet nun in ein besonderes Jubiläum: Das Fest der Goldenen Hochzeit feiern am Freitag, jetzt allerdings in Lauda, die Eheleute Peter und Marianne Kirschning, geborene Krug, gab man sich doch genau am 15. November 1969 das Ja-Wort. Dem Dankgottesdienst zu „50 Jahre in Freud’ und Leid“ am Samstag um 10 Uhr in der Marienkirche schließt sich das zünftige Zusammensein im Familienkreis an.

Dazu zählen neben den beiden aus der Ehe hervorgegangenen 49- und 46-jährigen Söhnen Jörg und Heiko nebst jeweiliger Frau plus den vier Enkeln Leon, Marian, Jana und Rico außerdem weitere Verwandte, die gemeinsam mit vielen Freunden und Bekannten zum Ehrentag gratulieren. Sehen sich doch die seit 1975 in einem Eigenheim in Lauda wohnenden Jubilare längst eingebunden in das breite Geschehen innerhalb der Kommune, wozu man 1979 als Prinzenpaar der Narrengesellschaft Strumpfkapp Ahoi den Grundstein legte.

Heute noch wirkt sie daher bei den Schlothegschen mit und bringt sich seit mehr als 40 Jahren aktiv bei der Gymnastikgruppe des ETSV Lauda sowie der katholischen Frauengemeinschaft ein. Geboren wurde sie am 12. Juni 1948 in Heckfeld. Aufgewachsen teilweise bei ihrer Tante Rosa und dem Onkel Adolf Vierneisel in Lauda, besuchte sie daher auch den nebenan befindlichen Kindergarten St. Josef, um nach dem Abschluss der Volksschule in Heckfeld ebenfalls in Lauda eine Ausbildung als Kauffrau im Einzelhandel zu absolvieren.

Nach der familiär bedingten Pause fand Marianne Kirschning schließlich ab 1990 eine erfüllende Aufgabe in den ehrwürdigen Räumen der Laudaer Stadtbücherei und darüber hinaus noch für gut zwei Jahrzehnte bei einer Parfümerie in Bad Mergentheim, ehe man sie dann 2013 endgültig in den Rentenbezug aufnahm.

Bereits seit 2006 genießt dagegen Peter Kirschning sein zufriedenes Dasein als Pensionär, nachdem er zu diesem Zeitpunkt als Vollzugsbeamter der Jugend-Strafanstalt Adelsheim ausschied, ein nicht leichter Dienst, den er ab 1974 mit viel Hingabe ausübte.

Das Licht der Welt erblickte Peter Kirschning am 7. Dezember 1946 in Königsberg/Ostpreußen, von wo aus seine Mutter Sofie mit ihm nach dem frühen Tod von Vater Fritz nach Thüringen floh. Dort, und zwar in Pößneck, ging der Jubilar noch zur Schule, um 1960 kurz vor dem Bau der Mauer noch in den Westen ‘rüberzumachen, wie es so schön heißt.

In Langenburg fühlte man sich bald schon in der neuen Heimat angekommen; dort schloss der inzwischen 72-Jährige auch seine Lehre zum Elektriker erfolgreich ab, gekrönt später (1973) nach einem einjährigen Aufenthalt in Karlsruhe durch die Meisterprüfung.

Dazwischen lag jedoch noch die Zeit bei der Bundeswehr, eine Phase, bei welcher der zuletzt in Hardheim stationierte Peter Kirschning während eines kurzen Abstechers nach Tauberbischofsheim sein Glück in Marianne fand. Mittlerweile bastelt er immer noch gerne rund um den elektrischen Bereich, wohingegen das Jubelpaar gemeinsam nicht nur regelmäßige Mittwochsfahrten unternimmt sowie überhaupt öfter länger per Bus verreist.

In gewissen Abständen zudem in Bad Füssing vor Ort, pflegen Peter und Marianne Kirschning darüber hinaus vor allem die steten Besuche von sogenannten Café-Stammtischen in Lauda und der näheren Umgebung.

An diesem Wochenende steht allerdings erst einmal nach 50-jähriger Ehe das Fest der Goldenen Hochzeit im Mittelpunkt, zu dem auch die Fränkischen Nachrichten die Glückwünsche übermitteln. bix

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