Lauda / Königshofen

Bildung im Blick Grußworte von Kommunalpolitikern beim Besuch von Dr. Susanne Eisenmann

Langer Atem für Kurswende

Archivartikel

Oberbalbach.Mit Landeskultusministerin Dr. Susanne Eisenmann war eine äußerst renommierte Besucherin und Referentin in Oberbalbach zu Gast.

In der gut besuchten Turn- und Festhalle sprach die Baden-Württembergische Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Dr. Susanne Eisenmann, am frühen Mittwochabend auf Einladung des Oberbalbacher Ortsvorstehers Christian-Andreas Strube über das Thema „Mit Qualität, Leistung und Verlässlichkeit für gute Bildung“ (siehe gesonderter Bericht).

Vor dem Auftakt trug sich Eisenmann in das goldene Buch der Stadt Lauda-Königshofen und in das Gästebuch der Ortschaft Oberbalbach ein. Im Anschluss an ihren Vortrag stand die Kultusministerin in einer von Marco Hess, Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion, moderierten Frage- und Diskussionsrunde zur Verfügung.

„Unsere Schulen sind immer wieder im Fokus der Presse – ob es die Pisa-Studien sind oder die noch nicht komplette Ausstattung unserer Schulen mit Computern“, betonte Oberbalbachs Ortsvorsteher Christian-Andreas Strube. Baden-Württemberg könne jedoch besonders stolz auf seine Erfolge blicken. Dies sei Verdienst aller Lehrer, jedoch auch der Kultusministerin. „Sie tragen nicht nur für unsere Schulen Verantwortung, sondern ebenso für weitere Belange unserer Jugend und des Sports“, hob er hervor.

Die große Anzahl an Besuchern und Ehrengästen zeige die Dialogbereitschaft mit der Ministerin, betonte der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Dr. Wolfgang Reinhart, der zuvor mit einer Gedenkminute an den jüngst verstorbenen Karl-Heinz Hilpert, erinnerte.

Im Ländlichen Raum sei eine größere Beständigkeit als in der Stadt gegeben. Auch deshalb sei beispielsweise der Main-Tauber-Kreis im Ranking lebenswerter Regionen weit vorne zu finden.

„Aufgrund rasanter gesellschaftlicher Veränderungen sowie weitreichender Reformen haben die Schulen und die gesamte Bildungslandschaft Baden-Württembergs in den vergangenen Jahren neue Herausforderungen und bewegende Zeiten erlebt“, betonte Reinhart in einer Themeneinführung. „Wir haben in der Bildungspolitik mittlerweile eine Kurswende vollzogen, brauchen jedoch einen langen Atem“, betonte er.

Momentan werde etwa jeder fünfte Euro des Landesetats für Schule und Bildung ausgegeben. „Kommunen und Landkreise müssen als Schulträger Hand in Hand gehen“, appellierte Reinhart. „Kein Anschluss ohne Abschluss“ sei eine der Kampagnen, die Eisenmann gestartet habe.

„Wenn es um das Schulwesen ging, hat man sich nie etwas geschenkt“, erinnerte sich Lauda-Königshofens Bürgermeister Thomas Maertens. In Baden-Württemberg habe lange Schulfrieden geherrscht, der mit den Auseinandersetzungen um die Einführung der Gemeinschaftsschulen unterbrochen worden sei. In diesem Zusammenhang sprach der Bürgermeister der Landeregierung ein Lob aus, dass diesbezüglich wieder etwas Ruhe für die Kommunen als Schulträger und für die Bildungseinrichtungen eingekehrt sei. „Wir brauchen jedoch weiterhin die Unterstützung des Landes“, betonte er. Als besonders dringliches Exempel nannte Maertens den Beistand für die neue Fächerkombination IMP (Informatik, Mathematik und Physik).

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Christin Leber (Gesang) und Julius Leber (Gitarre).

Der Erlös aus freiwilligen Spenden kommt der Bürgerstiftung Lauda-Königshofen zu Gute, deren Vorstand Christian-Andreas Strube seit diesem Jahr angehört. pdw