Lauda / Königshofen

Musik Die Reihe "Jazz in der Aula" besteht seit 40 Jahren

Lauda - ein Synonym für Jazz vom Feinsten

Lauda.Seit 40 Jahren geben sich Jazz-Größen der Welt in der Aula des Martin-Schleyer-Gymnasiums die Klinke in die Hand. Der Name Lauda wurde in dieser Zeit zum Begriff für tauberfränkische Gastfreundschaft, eine herzliche und unbeschwerte Atmosphäre für ein immer begeistertes Publikum.

Der Initiator dieser erfolgreichen Jazz-Reihe lebt nicht mehr: Günter Schifferdecker, unermüdlicher Programmgestalter und Spiritus rector, kann dieses Ereignis nicht mehr erleben. Er starb vor 14 Jahren, einen Tag vor der erfolgreichen Barrelhouse-Gala. Die Reihe wird seither von seiner Witwe Hanni Schifferdecker weitergeführt, mit Unterstützung von Stadt und Helfern des Kunstkreises Lauda-Königshofen.

Die zahlreichen Jazz-Koryphäen aus den USA und Europa, die sich seit 1977 hier präsentiert haben, lassen sich auch nicht annähernd aufzählen. Eine lange Reihe von All-Star-Ensembles aus der klassischen Zeit des Swing und Dixieland, zumeist im Rahmen der Barrelhouse-Jazz-Gala, bestreitet seit 1980 jeweils das erste Konzert im Herbst. Von 1977 bis 1980 waren es die Royal Garden Ramblers aus Stuttgart, mit denen die Reihe begann.

Instrumentalisten der Combos bzw. Orchester von Duke Ellington, Count Basie, Woody Herman und Louis Armstrong: Die Trompeter Harry "Sweets" Edison und Clark Terry, Klarinettist "Peanuts" Hucko, Saxophonist Red Holloway, die Piano-Legende Ralph Sutton und viele andere waren zu Gast in Lauda.

Aus Deutschland waren es unter anderem Max Greger, Hazy Osterwald, Bill Ramsey oder Greetje Kauffeld, dazu die Creme bundesdeutscher Swing- und Dixieland-Combos, aus dem übrigen Europa (West) Rod Mason, Acker Bilk, Renè Franc und weitere Formationen aus Osteuropa inklusive Russland gastierten ebenfalls in Lauda.

"Lauda swingt mal wieder" heißt es am 15. Oktober um 18 Uhr mit der Barrelhouse-Gala und ihren Gästen aus New Orleans. "Jazz in der Aula" lebt. Keep on Swinging! jida