Lauda / Königshofen

Kommunalpolitik SPD/Freie Bürger besichtigten „Baustellen“

Mieter-Verhandlungen für das Kloster laufen

Gerlachsheim.Sowohl kommunalpolitische Brennpunkte als auch Chancen standen im Mittelpunkt der „Tour der Zukunft durch den Stadtteil Gerlachsheim“ von SPD/Freie Bürger. Ausgangspunkt der Veranstaltung war das Schwesternwohnheim, das derzeit renoviert wird und langfristig an die Westfrankenbahn vermietet wurde. Dazu ging uns folgender Bericht zu.

Nach Aussagen von Jochen Müssig, Dezernent beim Landratsamt, gestaltete sich die Suche nach Mietern für das Kloster insgesamt überraschend gut. Es wurde bis Oktober 2016 als Alten- und Pflegeheim genutzt. Im Hauptgebäude sind nun verschiedene Mieter eingezogen. Weitere Verhandlungen mit möglichen Mietern liefen derzeit. Die Kosten der Sanierung des Klosters beliefen sich bisher auf circa 1,5 Millionen Euro. Siegfried Neumann und Ruth Römig wiesen auf dem Weg zum St. Josefs-Haus darauf hin, dass sich die Bürger auch sehr bald auf einen neuen Klostervorplatz freuen dürfen (Investitionskosten: rund 500 000 Euro).

Nach einem kurzen Überblick über die positive Entwicklung in der Klosteranlage war die Bodenaufbereitungsanlage und deren Auswirkungen auf Gerlachsheim das Hauptthema des Abends. Die Verwaltung werde damit beauftragt, Verhandlungen mit der Firma Konrad-Bau aufzunehmen, mit dem Ziel, auf die Errichtung einer Abfallaufbereitungsanlage im beantragten Umfang am Standort Gerlachsheim zu verzichten, ließ der Vorsitzende der SPD/FB-Fraktion, Siegfried Neumann, wissen. Die SPD/Freie Bürger fordere eine Teilrevision des Verwaltungsumbaus und die Wiedereinsetzung des Hauptamtsleiters, der die Verwaltungsabläufe koordiniere und steuere. Bei einer Neustrukturierung solle ein neues Betreuungskonzept für die Flüchtlingseinrichtungen in Lauda-Königshofen erarbeitet werden. Bezüglich kommunaler Maßnahmen und Projekte sei eine dreistufige Kategorisierung in hohe, mittelfristige und langfristige Prioritäten sowie eine gewisse Flexibilität bei der Umsetzung der Investitionen notwendig.

Hohe Priorität räume die SPD/Freie Bürger einem Verkehrskonzept Lauda/Becksteiner Straße, der Schulentwicklung nebst Betonsanierung der Turmbergschule, dem Bahnhof/Fußgängerüberweg, dem Kindergarten St. Josef Königshofen, der Vorplatzgestaltung des Bildungs- und Dienstleistungshauses Kloster Gerlachsheim sowie einer Sanierung der Eisenbahnstraße in Königshofen ein. Angesichts der aktuell geplanten knapp 30 Millionen Euro Schulden 2022 sei es dringend nötig, manche Investitionen zu verschieben und andere ganz zu streichen. Anstelle der geplanten Unterführung wolle man ein Gesamtkonzept für alle Verkehrsarten, betonte Neumann. spd