Lauda / Königshofen

Freizeit und Tourismus Erhard Mott lockte 40 Teilnehmer aus ganz Deutschland zur ersten Erlebnistour in diesem Jahr

Mit dem E-Bike auf den Spuren von Helmknabenkraut und Ragwurz

Archivartikel

Lauda.Mancher Einheimische hat sich über den langen Tross von E-Bikern gewundert, der am letzten Samstag im mittleren Taubertal unterwegs war. Erhard Mott aus Lauda, der sich im Zusammenhang mit hochwertigen Elektrorädern in ganz Deutschland einen Namen gemacht hat, lockte 40 Teilnehmer aus hunderten Kilometern Entfernung zur ersten E-Bike Erlebnistour der Saison.

Das Thema Orchideen passt in den Monat Mai und deshalb war das Hauptziel der Apfelberg zwischen Gamburg und Eiersheim. Nach der ersten Strophe des Frankenliedes brachen die E-Biker voll großer Erwartung Tauber abwärts in Richtung Hochhausen auf. Dort sammelte man sich, bevor es auf der Eiersheimer Straße steil auf die Höhe ging.

Die prächtigen Bocks-Riemenzungen, leuchtenden Helmknabenkräuter und auf den ersten Blick die kaum erkennbaren Ragwurzen beeindruckten die Naturfreunde. Auf dem Main-Donau Wanderweg gelangten die geübten Elektroradler zum herrlichen Blick auf die Gamburg und anschließendem Mittagessen in der Schlupfe-Scheuer, das vom Flötenspieler Michael Schmitt untermalt wurde.

Auf dem Friedhof erläuterte der Laudaer Schriftsteller und Frankenexperte Horst-Dieter Radke am Grab von Sir Joseph Archer Crowe dessen Lebensgeschichte. An der Werbacher Freizeitanlage kühlten sich alle zuerst im Welzbach ab, wo sie den Orchideenreigen mit Beate Müller tanzten. Weiter ging es nach Brunntal, wo engagierte Dorfbewohner einen Überblick über die Ortsgeschichte gaben. Nach einigen strammen Höhenmetern, die mit den E-Bikes spielend zu schaffen waren, erreichte die Schar das idyllische Café Klatschmohn in Großrinderfeld.

Erhard Mott führte auf dem Rückweg ins Taubertal die E-Biker nach Grünsfeldhausen, wo zufällig Gustav Endres mit seiner Trompete vorbeikam und zur Freude aller spontan ein Ständchen zum Mitsingen spielte. Da die Oktogon Kapelle geschlossen war, entschied sich die Reiseleitung kurzfristig für ein kühlendes Beinbad im Grünsfelder Stadtbrunnen, der liebevoll zu einer gepflegten Kneippanlage umgebaut worden ist, bevor es dann wieder zurück nach Lauda ging. ebm