Lauda / Königshofen

Galerie „das auge“ Kunstkreis präsentiert neue Arbeiten von Maria Schneider aus Unterpleichfeld

Mit Materialien überrascht

Lauda-Königshofen.Neue Arbeiten von Maria Schneider aus Unterpleichfeld präsentiert der Kunstkreis Lauda-Königshofen bei seiner Mai-Ausstellung in der Galerie „das auge“. Das langjährige Kunstkreis-Mitglied hat die Besucher der Kunstkreis-Galerie und anderer Ausstellungen schon immer mit Materialien überrascht, die man nicht unbedingt der Malerei zuordnet; sie „zaubert“ Bilder mit Hilfe von Teer und Bitumen, von Blitzzement und Lackfarben, auch Plastiktüten verschmäht sie nicht; in angeschmolzenem Zustand verleihen sie ungeahnte Strukturen.

Zur Eröffnung dieser Ausstellung hieß Karl von Baumbach in Vertretung des Vorsitzenden Norbert Gleich eine große Besucherzahl willkommen. Nur einen kleinen Teil der zahlreichen Arbeiten der Künstlerin umfasse die Ausstellung, sagt er; demzufolge musste eine repräsentative Auswahl getroffen werden.

Die Laudatio, von Gleich vorbereitet, zeigt einen Abriss ihrer künstlerischen Entwicklung, die bereits in den 1980er Jahren begann. Aquarellkurse, die Maria Schneider in ihrer Heimatstadt besuchte, festigten ihre handwerklichen Kenntnisse im Umgang mit Farbe, Pinsel, Spachtel, Füllmaterialien und Leinwand. Von 2003 an standen die Acylfarben mit ihrer besonderen Farbintensität im Mittelpunkt des Schaffens.

Norbert Gleich: „Maria Schneider hat das Experimentieren in ihrer künstlerischen Laufbahn schon mehrmals erprobt“ – und hier gibt es Beispiele dafür, seien es die Arbeiten mit Salz, Rotwein oder auch einmal Kaffeesatz – um nur einige aus der großen Palette der ungewöhnlichen Materialien zu nennen.

Experimentierfreudig

Bilder wie „Im Angesicht des Augenblicks“ oder „Eye of the tiger“ machen neugierig, fordern Gedankenspiele; die „Blaue Komposition“ zieht das Auge magisch in ihre Tiefen.

Die einzelnen Bilder, sagte Gleich, ließen sich nicht bestimmten Kategorien zuordnen. Hier seien noch einmal seine Worte wiedergegeben: „Vielmehr geben die einzelnen Titel Hinweise darauf, sich inhaltlich und thematisch mit ihnen auseinanderzusetzen. Maria Schneider malt ausschließlich abstrakt. Abstraktion ist ja der Versuch, Realitäten sowie Fakten und auch Fantasien in einer anderen Formensprache zum Ausdruck zu bringen.“

Wie erfolgreich dieser Versuch von der Künstlerin umgesetzt wurde, kann der Betrachter noch an den kommenden Sonntagen des Monats beim Besuch der Galerie „das auge“ feststellen. irg