Lauda / Königshofen

Konzert Musikkapelle und Gesangverein Liederkranz kredenzten ein abwechslungsreiches Programm

Mit musikalischer Vielfalt die Zuhörer erfreut

Archivartikel

Gerlachsheim.Schön war es, viele nette Leute getroffen, gute Musik gehört, das eine oder andere Gläschen Wein in bester Gesellschaft getrunken, einen wunderbaren Ausklang des Osterfestes erlebt zu haben. So einfach auf den Punkt gebracht, kann man das inzwischen zum 13. Mal stattgefundene Osterkonzert der Musikkapelle Gerlachsheim, gemeinsam mit dem Männergesangverein Liederkranz“ zusammenfassen.

„Alpenwelt“, „Jump and Joy“, „Wenn Musikanten träumen“ und „Coburger Marsch“, das war der erste Block, den die Musikkapelle unter der Leitung von Bernhard Stolz zum Besten gab.

Marsch, Polka und Konzertmarsch, schon damit war die Vielfalt der modernen Blasmusik hörbar geworden. Und das machte neugierig auf das, was da noch kommen würde.

Neues Stücke

Das eine oder andere Stück wird den aufmerksamen Zuhörern sicher bekannt vorgekommen sein, aber das Osterkonzert ist auch immer eine Premiere. Da präsentieren die Gerlachsheimer Musikanten ihr neues Konzertprogramm. Seit vielen Wochen einstudiert, sogar sehr intensiv auf dem alljährlich stattfindenden Probenwochenende, gab es Neues zu hören.

Der angesprochenen Vielfalt des Musikvereins wollte auch der Männergesangverein nicht nachstehen und bewies mit „Horch, was kommt von draußen rein“, „Ist Euch schon mal?“ und „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“ ebenso, dass sich auch die Sänger bravourös auf unterschiedlichem Terrain bewegen können. Mit ihrer Dirigentin Ulrike Pfeifer-Scheuermann präsentierten sich die Sänger ebenfalls bestens auf das Konzert vorbereitet.

Mit den folgenden drei Beiträgen eroberten die Musiker vollends die Herzen der rund 200 Besucher, wie der jeweils immer stürmischer werdende Applaus bewies. „Zacatecas“ hieß der Marsch, den man auch die heimliche Hymne Mexikos nennt, mit dem die Musikkapelle so richtig „Dampf“ abließ, bevor sie mit einem Potpourri der bekanntesten Kompositionen von Robert Stolz, mit dem Titel „Erinnerungen an Robert Stolz“ gekonnt und trotz der vielen Tempi- und Rhythmuswechsel eher überzeugte.

Und zu guter Letzt, vor der Pause, kam bei den „Böhmischen Perlen“ , einer Hommage an allseits bestens bekannte Melodien aus Böhmen, fast Bierzeltstimmung auf.

Nach der erfrischenden Pause, in der die Weinlaube regen Zuspruch erhielt, eröffnete der Gesangverein den zweiten Teil des Konzertes. „Halleluja“, komponiert von Genaro Codina, lautete der erste Titel, bevor die Sänger nach dem mitreißenden „Wir machen Musik“ und wohlverdienten Applaus die Bühne wieder der Kapelle überließen. Und die hatte den Beginn ihrer zweiten Halbzeit der Filmmusik gewidmet. Mit „Star Wars/Raiders March“ und „Pirates of the Caribean“ präsentierten die Musiker gleich zwei weltbekannte Hits.

Ein noch größerer Hit folgte mit „One Moment in Time“ von Whitney Houston. Wie dieses Stück den Weg in das Repertoire der Gerlachsheimer Musikanten fand, erklärte Dirigent Bernhard Stolz, der übrigens in gewohnt gekonnter Manier durch das Konzert führte und dem Publikum, unterstützt durch die große Videoleinwand, übrigens, alle Bilder und Texte hervorragend zusammengestellt von Benedikt Stolz, viel Wissenswertes über Komponisten, Entstehung der Musikstücke näher brachte.

Auch bei den nächsten Melodien aus dem Medley „80er KULT(tour)“ durfte mitgesungen werden. Dabei so Chartbreaker wie „Sperrbezirk“, „Sternenhimmel“ und „1000mal berührt“

Traditionell endete das Konzert mit dem flotten Marsch „Berliner Luft“. Übrigens, wie schon beim „Coburger Marsch“ war auch dieses Mal Fast-Solist Mario Neugebauer an der Lyra. Und selbstredend durfte die Kapelle ohne Zugabe die Bühne nicht verlassen.

Aber zuvor gab es sehr Erfreuliches zu berichten. Bernhard Stolz stellte mit Jessica Baumann den jüngsten Spross der Musikkapelle Gerlachsheim vor. Wie schon im Jahr zuvor mit Helena Groß hatte sie seit Herbst letzten Jahres mit viel Fleiß auf ihren ersten großen Auftritt geübt und durfte ihr Können an der Klarinette zeigen.

Grußworte

Natürlich durften auch die Grußworte des Vorsitzenden Norbert Groß nicht fehlen, und er bedankte sich in erster Linie bei den Besuchern des Konzertes. Ein herzlicher Dank ging auch an den Männergesangverein „Liederkranz“ mit seiner Dirigentin Ulrike Pfeifer-Scheuermann, der von Anfang an das Osterkonzert mit seinen immer gern gehörten Beiträgen verschönt.

Bei der Zugabe wurde zunächst das Stück „Nessaja“ aus dem Tabaluga-Musical und zum Schluss der „Deutschmeister Regimentsmarsch“ vorgetragen, nochmals viel Grund zum Mitklatschen. Am Ende gab es ein dickes „Danke“ an das Publikum von Bernhard Stolz mit der Einladung, sich wieder zu sehen und zu hören, etwa beim Maibaumfest am 30. April und am 8. Juli in der Wandelhalle Bad Mergentheim.