Lauda / Königshofen

Projekt Land stellt Finanzspritze in Aussicht / Kommunen oder Vereine sollen Trägerschaft übernehmen

Nächster wichtiger Schritt für Keltenfundstätten im Taubertal

Stuttgart/Lauda-Königshofen.„Die Aufnahme der keltischen Fundstätten im Main-Tauber-Kreis in das landesweite Keltenkonzept ist einen wichtigen Schritt weiter gekommen“, so der Landtagsabgeordnete für den Main-Tauber-Kreis, Dr. Wolfgang Reinhart nach einem Gespräch zu diesem Thema, das am Mittwoch in Stuttgart stattgefunden hat.

Auf Reinharts Einladung hin nahmen an der gemeinsamen Besprechung die federführende Staatssekretärin aus dem Ministerium für Wissenschaft Forschung und Kunst, Bürgermeister Thomas Maertens aus Lauda-Königshofen, Dezernent Jochen Müssig vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis, ebenso wie Ortsvorsteher Andreas Buchman aus Unterbalbach und die beiden Vertreter des Keltenvereins Dubra aus Lauda-Königshofen, Andreas Jouaux und Matthias Weber, der auch für das Landesdenkmalamt tätig ist, teil.

Das Land hatte kürzlich beschlossen, die keltischen Funde im Land unter ein gemeinsames Konzept zu stellen, hierzu gehören unter anderem die Fundorte Heuneburg, Heidengraben oder Ipf. Einig war sich die Gesprächsrunde darin, dass die keltischen Funde im Taubertal ein besonderes Alleinstellungsmerkmal alleine dadurch besäßen, dass hier keine römischen Einflüsse zu erkennen sein, auch sei der Übergang von der Keltischen zur Germanischen Kultur hier besonders deutlich erkennbar.

Dies sei eine ideale Ergänzung für die landesweite Keltenkonzeption. „Der ländliche Raum mit seiner kulturellen Geschichte, die begonnen mit den Kelten von 2500 vor Christus über viele Jahrhunderte bis in die heutige Zeit reicht, bietet hervorragende Möglichkeiten, dieses wichtige Kapitel für die Menschen heute erlebbar zu machen“, so Reinhart weiter. Auf Ansätze vor Ort könne nun im Gesamtkonzept des Landes weiter aufgebaut werden. Auch seien die Fundstätten beispielsweise in Unterbalbach zum diesjährigen 800-jährigen Bestehen der Ortschaft nochmals neu präsentiert worden.

Eine attraktive Dokumentation der Funde, die sich beinahe über den gesamten Landkreis erstreckten etwa entlang des Radwegs im Taubertal sei für interessierte Besucher wie Touristen eine perfekte Ergänzung des bestehenden Angebots. Die Staatssekretärin lobte die bisherige Arbeit und umriss das aktuell im Entstehen befindliche Keltenkonzept in wenigen Worten.

Angedacht sei, dass Fundstätten finanziell unterstützt würden, diese dann aber in Trägerschaft der örtlichen Kommunen oder Vereine verbleiben sollen. Für das weitere lud Reinhart die Staatssekretärin und ihre Mitarbeiter zu einem Vorort-Termin in den Main-Tauber-Kreis ein, bei dem im Herbst die nächsten Schritte für das Projekt geplant werden sollen. pm