Lauda / Königshofen

Chorgesang Eintracht Oberbalbach gab stimmungs- und eindrucksvolles Konzert in der Pfarrkirche „St. Georg“

Neun Monate Probenarbeit zahlten sich aus

Oberbalbach.Ein äußerst stimmungsvolles und sehr ansprechendes Konzert präsentierte in der fast komplett gefüllten katholischen Pfarrkirche „St. Georg“ in Oberbalbach der lokale Gesangsverein „Eintracht“.

Gestaltet wurde die konzertante Chorsoiree unter dem Motto „Farbe kommt in dein Leben“ von einem Gesamtchor, zusammengesetzt aus dem gemischten Chor und dem Vokalensemble „Arioso“ des Gesangsvereins Eintracht unter Leitung von Regina Markert.

„Farben, nach denen sehnen wir uns, jetzt in der trüben, dunklen Jahreszeit, gerade jetzt im grauen November. Lass dich herausreißen aus dem Grau des Alltags und Farbe kommt in dein Leben!“, luden die beiden Leserinnen Manuela Gruber und Jutta Retzbach ein.

„Ich sammle Farben für den Winter“ nach Role Kalkbrenners gleichnamigen Lied zum Auftakt lautete dementsprechend ein weiteres Thema des spätherbstlichen Abendkonzertes. „Das Leben ist ein Aquarell, mal ist es dunkel, manchmal hell. Für alles eine Farbe steht und mit ´nem Sinn dann einhergeht“ - so etwa „Blau“ als Farbe des Himmels, der Meere und der Seen, jedoch auch der Schwermut und Melancholie wie es Hubert von Goisern in „Weit, weit weg“, geradezu hervorstechend exemplarisch zum Ausdruck bringt. „Seasons in the Sun“ von Jacques Brel – später Mitte der 70er Jahren besonders berühmt geworden durch Terry Jacks - und der „Mamas & Papas“-Klassiker „California Dreamin“ waren weitere Titel in der blauen Farbkategorie.

„Rot“ kenne als „Königin der Farben“ alle Assoziationen: Blut und Feuer, Liebe, Aggressivität, Sinnlichkeit und Leidenschaft. Der Elvis-Presley-Evergreen „Love Me Tender“, „The Rose“ von Amanda MCBroom und Karel Svobodas „Küss mich, halt mich, lieb mich“, der Titelmelodie aus „Drei Nüsse für Aschenbrödel“, waren unter anderem in diesem Farbgenre zu hören.

„Grün“ symbolisiere wie keine andere Couleur Wachstum, Frische, Hoffnung und Zuversicht, erzählten die Leserinnen verbunden mit einem Ausblick auf das nächste Frühjahr nach einem langen Winter. Musikalische Exempel dafür waren nebst weiteren Liedern „Ein Licht in dir geborgen“ und Billy Joels „For the Longest Time“.

Als Symbol insbesondere auch für Sonne, Licht und Helligkeit sowie Trost und Hoffnung wurde die Farbe „Gelb“ charakterisiert. Musikalisch wurde sie beispielsweise repräsentiert von Kobi Oshrat-Ventooras „Hallelujah“, das vor allem in der Coverversion des legendären Sängers und Musikers Leonard Cohen zum absoluten Welthit wurde, sowie „Lass die Sonne in dein Herz“ von Ralph Siegel, mit dem die Gruppe „Wind“ 1987 den zweiten Platz beim „Eurovision Song Contest“ belegte.

Als Abschluss der äußerst stimmungsvollen und bis unter die Haut gehenden Konzertsoiree bot das Chorensemble ebenfalls unter der Überschrift „Gelb“ nochmals „Ich sammle Farben für den Winter“.

In kongenialer Manier wurde der Gesamtchor von Christin Leber (Piano), Leo Guggenmos (Gitarre) und Simon Zenkert (Percussion) instrumental begleitet. Ebenso fabelhaft und farbenbunt gelungen waren die Beleuchtungseffekte durch Jochen Ruf sowie die Dekoration durch Christa Zenkert.

Die Vorsitzende des Gesangvereins „Eintracht“, Barbara Frank-Wohlgemuth, sorgte für ein Schlusswort bei dieser in jeglicher Hinsicht bunten Chorkonzertsoiree.

Einstudiert hatten die rund 40 Sängerinnen und Sänger des gemischten Chores und des Ensembles „Arioso“ des Gesangvereins „Eintracht“ Oberbalbach das Programm zu „Farbe kommt in dein Leben“ in zahlreichen Proben innerhalb rund neun Monaten. Der Aufwand und Einsatz hatte sich auf jeden Fall gelohnt, wie sich an diesem Abend in der Oberbalbacher katholischen Pfarrkirche „St. Georg“ zeigte, denn der Gesamtchor unter Regina Markerts einfühlsamer Leitung glänzte durchgängig insbesondere mit einer begeisternden Klangfülle und Dynamik sowie gesanglichem Können und tonaler Treffsicherheit.

Der von den zahlreichen Zuhörern gezollte stürmische Schlussapplaus war eine uneingeschränkt angemessene Würdigung an die Akteure sowohl für deren Vorbereitungen und Einstudierungen als auch für ihre Darbietungen sowie das wunderbare Programm dieses hinreißenden Kulturabends. pdw