Lauda / Königshofen

Leserbrief Zu „250 Unter-schriften...“ (FN, 23. Mai)

Nicht handeln ist keine Option

Keine Aussicht auf einen Kindergartenplatz in Gerlachsheim bis mindestens September 2020 und auch danach stehen die Chancen schlecht. Als wir im Herbst des vergangenen Jahres nach Gerlachsheim zogen sind, hätten wir nie damit gerechnet, dass der Aufnahme unseres Sohnes in den hiesigen Kindergarten etwas entgegen stehen könnte.

Mittlerweile wissen wir, wie schlecht es um das Angebot an Kindergartenplätzen in Gerlachsheim bestellt ist und wir nicht die einzigen sind, die ihr Kind nun voraussichtlich in einen anderen Kindergarten im Stadtgebiet schicken müssen.

Dass der Pfarrgemeinderat trotz des vorhandenen Bedarfs der Ausweitung der Betreuungskapazitäten im Stadtgebiet pauschal eine Absage erteilt hat, ist für uns nicht nachvollziehbar. Auch die angeführten Probleme wie der Personalmangel reichen für uns als Begründung nicht aus. Steigende Geburtenzahlen und Zuzug verweisen ja schließlich darauf, dass sich dieses Thema nicht in ein, zwei Jahren erledigt haben wird. Nicht zu handeln, kann deshalb keine Option sein.

Ganz konkret bedeutet die Absage für uns jeden Tag vier Autofahrten zum Bringen und Abholen anstatt fünf Minuten Fußweg. Für unseren Sohn bedeutet es, dass er nicht die Chance hat, Kinder aus seinem Wohnort kennenzulernen und Freundschaften zu schließen.

Und nicht zuletzt wird eine völlig unnötige Umweltbelastung produziert, die angesichts der riesigen Probleme in diesem Bereich nicht zu vertreten ist.

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