Lauda / Königshofen

Leserbrief Zur Verkehrssituation auf der Ortsdurchfahrt in Königshofen

Nicht im Winterschlaf verharren

Wenn am heutigen Donnerstag , so die Info der Verkehrsbehörde, die Fußgängerampel im Bereich der B290 bei der Firma Aldi in Königshofen, mit den noch fehlenden Haltelinien bei den Ampeln fertiggestellt und in Betrieb genommen wird, erfüllt sich nach 25 Jahren, eine Forderung vieler Königshöfer Bürger. Dass erst im Oktober 2015 ein Flüchtling beim Überqueren der B290 genau dort angefahren und schwer verletzt werden musste, damit sich danach etwas bewegte, ist für viele Bürger unverständlich.

So könnte man sich jetzt nach der Fertigstellung freuen, aber es löst damit nicht das Verkehrsproblem entlang der B290 im gesamten Bereich der Durchfahrt. So wurde im vergangenen Jahr ein Lärmaktionsplan entlang der B290 von Gerlachsheim bis Unterbalbach erstellt, doch die verantwortliche Politik der Stadt, aber auch die im Landkreis, insbesondere die Behörden, die dem Landrat unterstellt sind, aber auch er, tun seit Jahrzenten nichts.

Wie gefährlich es ist, zur Hauptverkehrszeit auf dem Gehweg in Königshofen zu laufen, wissen alle. Fahrzeuge blockieren die Fußwege so, dass Fußgänger und Personen mit Kinderwagen auf die Hauptstraße gehen müssen. Von den Seitenstraßen innerorts, entlang der B290, in diese einzubiegen, ist täglich ein Abenteuer. Halteverbote zum Beispiel bei einer Bank interessiert weder die Polizei noch das Ordnungsamt. Bei Linksabbiegern wird alltäglich der Gehweg zum Rechtsüberholen missbraucht. Die Ampelanlage an der B292, eine angebliche Bedarfsampel, hat den Verkehr noch nie so geregelt wie die gut eingestellte in Gerlachsheim. Zudem erlebt man täglich Fehlschaltungen, die man seit 20 Jahren nicht in den Griff bekommt. Das Verkehrsaufkommen auf der B292 von Sachsenflur kommend wird noch nicht einmal mit einer Schleife erfasst.

Nachdem Königshofen auch in 25 Jahren noch keine Verlagerungsstraße für den Verkehr der B290 bekommt, sollten die Volksvertreter in Berlin, in Stuttgart, die im Main-Tauber-Kreis oder im Stadtrat sitzen, ihrer Verantwortung gerecht werden und nicht über Jahre im Winterschlaf verharren.

Die erste gute Tat wäre ein Antrag auf Tempo 30 für die Ortsdurchfahrt Königshofen, also tut was!