Lauda / Königshofen

Fasnachtseröffnung Narrengesellschaft „Öwerläüder Rootz“ startete in die neue Kampagne / Prinzenpaar aus Heckfeld „importiert“

Nicole I. und Udo I. regieren die Rootzen

Archivartikel

Spät am Abend, aber mit Vehemenz startete die Narrengesellschaft „Öwerläüder Rootz“ in die neue Kampagne 2019/20.

Oberlauda. Die Narrengesellschaft Oberlauda startete diesmal im Pfarrsaal und mit einer Martinsumzugkopie und der Bemerkung des Juniorpräsidenten Jonah Ebert: „Keine Leuchten da, aber jede Menge Zigeuner!“ in die neue Saison. Mit dabei war auch eine Strumpfkappenabordnung mit Präsident Stefan Schulz, dem Vorsitzenden Reiner Seifert und dem Prinzenpaar Conny I. und Thorsten I.

Stefan Schulz heimste mit einer Ebert-Imitation einen ersten Beifall ein und bezeichnete die Achse „Rootzen – Strumpfkappen“, als Vater eines Grundschülers in der Oberlaudaer Schule wird er da immer wieder hin und her gerissen, als das Zentrum der Fasnacht im Taubertal.

Keine Probleme gab es in diesem Jahr bei der Prinzenpaarsuche, stand es doch eigentlich schon seit dem Fasnachtsdienstag fest, und trotzdem wartete alles sehnsüchtig darauf, wer es denn wohl sein wird. Oberlaudas bestgehütetes Geheimnis wurde mit dem Einzug der Elferräte gelüftet: Prinzessin Nicole I. und Prinz Udo I. (Hönninger) kommen aus der etwas höher gelegenen Nachbargemeinde Heckfeld und haben zumindest durch den FC Heckfeld bei der Fremdensitzung, den Kindergarten und die Schule Verbindungen nach „Öwerlaud“. Die Oberlaudaer Narren unterstreichen damit einmal mehr ihre Internationalität. Auf diese erfreuliche Nachricht musste man sich erstmal dem gemeinsamen Abendessen widmen, um danach gestärkt den weiteren Ereignissen entgegensehen zu können.

„Der ledschde Bürger“

Es gehört zur Tradition, dass der „ledschde Bürger“ Ernst Ebert mit seiner Bütt von vor elf Jahren Erinnerungen weckt – und sein Repertoire reicht zumindest noch bis 2022. Wer weiß noch vom Rauchverbot in der Turnhalle während in der Königshöfer Halle noch kräftig gequalmt werden durfte?

Der Bürgermeister hatte erstmals Rindviecher ums Haus und beim Tanken hat er Benzin mit Diesel verwechselt. Von Oberlauda hat sich bis Heckfeld ein Demonstrationszug für die L 511 geschlängelt und am Zielort wurden die Häuser abgeschlossen („Mach zu, die Zicheiner kumme“). Mit Metzger Harry Ebert hatte die Aktion allerdings auch einen finanziellen Nutznießer – seine Grillwürstchen gingen weg wie nichts!

Wer dachte noch an die reisefreudigen Rootzen auf dem Oktoberfest, die trocken und bierlos den Heimweg antreten mussten, die nachträgliche Holzverbrennung für das ausgefallene Johannisfeuer im Oktober oder die in der Kirche versehentlich eingesperrten Pfarrgemeinderatsmitglieder oder, oder, oder. Sein Fundus war nicht nur unerschöpflich, er kann mit seinen Beiträgen auch noch nach Jahren ganz einfach begeistern. Ehre wem Ehre gebührt, das traf an diesem Abend auch auf die Mitglieder Kurt Breitenstein (15 Jahre) und Helmut Obrecht (25 Jahre) zu. Sie erhielten die Vereinsnadel in Bronze bzw. Silber und eine erste Gratulation vom Prinzenpaar.

Termine

Kein Vereinsleben ohne Termine, auch unabhängig von der Fasnacht. Die stellvertretende Vorsitzende Andrea Sack erinnerte an die „Wassertage“ am kommenden Wochenende in der Turnhalle mit NG-Bewirtung. Dazu werden noch Helfer und Kuchenspenden gesucht. Der Familienausflug führt am 7. Dezembr nach Rothenburg ob der Tauber (Abfahrt Bahnhof Lauda 8.51 Uhr). Dort wartet unter anderem eine Stadtführung auf Redensartbasis, man darf also gespannt sein. Neue T-Shirts und Sweatshirt-Jacken wurden begutachtet, anprobiert und bestellt, wie auch Manschettenknöpfe in Elferratsmützenform. Es kann also bei den Rootzen und Zigeunern losgehen, gut gelaunt, optimal eingestimmt und im besten Fall auch noch neu eingekleidet. erha

Zum Thema