Lauda / Königshofen

Kommunalpolitik Bürgersprechstunde mit Bürgermeister Thomas Maertens

Nutzung des alten Rathauses im Fokus

Messelhausen.Die zukünftige Nutzung des Alten Rathauses als neue Heimstätte der lokalen Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) stand im Mittelpunkt einer Bürgersprechstunde mit Bürgermeister Thomas Maertens in Messelhausen.

„Ziel des Bürgertreffs sind Informationen und Diskussionen über Planungen und Projekte in Messelhausen. Die erfreulich große Besucherresonanz zeigt das hohe Interesse an aktuellen Ortsthemen“, betonte im Sportheim Ortsvorsteherin Karola Kuhn.

„Nachdem seit Januar 2016 sehr viele Gespräche unter anderem über Richtlinien des Denkmalschutzes geführt wurden, hat der Gemeinderat inzwischen einen entsprechenden Beschluss gefasst, so dass der Sanierung und dem Umbau des Alten Rathauses nichts mehr im Wege steht“, berichtete Dorothee Walter erfreut.

„Wir stehen derzeit in den Beratungen über den Kommunalhaushalt 2019“, gab Bürgermeister Thomas Maertens bekannt. Unter anderem sei auch in Messelhausen im kommenden Jahr die Erschließung eines Neubaugebietes vorgesehen. „Es gehört zu unseren Prioritäten, ebenfalls in kleineren Ortsteilen Neubaugebiete zu schaffen“, hob der Rathaus-Chef hervor.

In einem kurzen Überblick über die städtischen Planungen und Vorhaben nannte er das Bahnkonversionsprojekt in Lauda als Hauptpunkt. „Auch die kleineren Stadtteile profitieren von der dortigen Infrastruktur wie etwa Einkaufsmöglichkeiten“, betonte Maertens. Er habe persönlich die Meinung vertreten, dass dessen historische Bedeutung nicht unterschlagen und das Gebäude nicht verkauft werden dürfe, gab er in Hinblick auf die Zukunft des Alten Rathauses in Messelhausen kund. Den dafür veranschlagten Kostenrahmen bezifferte der Bürgermeister mit rund 410 000 Euro. Hinzu komme die Anschaffung eines neuen und leistungsfähigen Fahrzeugs für die örtliche Feuerwehr-Abteilung für rund 180 000 Euro. „Wir investieren in naher Zukunft viel Geld in Messelhausen“, unterstrich er.

Das Planungskonzept zum Umbau des Areals als Gebäude für die Freiwillige Feuerwehr und deren Gerätschaften stellte Kaiser detailliert vor. Dieses sehe unter anderem die Umgestaltung des bisherigen Mehrzweckbereichs in Umkleideräume und einen Lagerraum im Erdgeschoss, einen Aufenthalts- und Gesellschaftsraum nebst Küche, einen Jugendraum sowie ein Kommandantenzimmer im Ersten Obergeschoss zuzüglich eine neue, direkt an das Gebäude angrenzende Garage vor. Einhergehend mit dem Umbau würden unter anderem die Fassaden und das Dach saniert sowie Fenster und Türen erneuert.

Die etwa 70 Quadratmeter große Garage werde direkt an den nördlichen Gebäuderückteil angeschlossen und mit einem Ausfahrttor gen Osten zur Hauptstraße hin ausgestattet.

Zu Gunsten einer komfortableren Ein- und Ausfahrt für das neue und geräumige Feuerwehr-Fahrzeug seien ein Abtrag der Schlossmauer im östlichen Bereich bis in Höhe der aktuellen Bushaltestelle sowie ein etwas rückwärtig versetzter Wiederaufbau dieses Mauerabschnitts geplant. Ebenfalls etwas rückwärtig versetzt sowie in die Mauer integriert werde eine mit Dach und seitlichem Windschutz ausgestattete Bushaltestelle errichtet. Nach Fertigstellung des Ensembles nebst Garage sehen die Planungen einen Abbruch der bisherigen Doppelgarage, die bis dahin weiterhin von der Feuerwehr genutzt werde, und eine Umfunktionierung dieses Platzes in Kfz-Stellplätze vor, berichteten Kaiser und Stadtkommandant Segeritz.

Das Gebäudeensemble mitsamt der angrenzenden Schlossmauer stehe unter Denkmalschutz, so dass eine enge Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt notwendig gewesen sei, erläuterte der städtische Architekt und Planer. Nach umfangreichen Beratungen habe die Stadtverwaltung einen Konsens herstellen können, so dass man zeitnah die formelle Baugenehmigung erwarte. Bereits erfolgt sei die Vergabe der Bauarbeiten, Der Startschuss müsse allerdings noch mit den bisherigen Nutzern abgesprochen werden. Ein symbolischer Spatenstich solle noch im laufenden Jahr erfolgen, die Fertigstellung der Bauarbeiten sei bis Ende 2019 geplant.

Gemeinderätin Walter und Bürgermeister Maertens berichteten, dass mit dem Gemeinderat besprochen worden sei, in einem mittelfristigen Schritt womöglich das Erdgeschoss des Baukellers als Gemeinderaum instandzusetzen, was sich gegebenenfalls aufgrund des dicken Mauerwerks jedoch als physikalisch schwieriges Bauvorhaben gestalten könnte.

Keine Aussagen konnte der Bürgermeister über eine zukünftige Nutzung des ehemaligen Kindergartengebäudes machen, da sich das Areal im Eigentum der Kirche befinde. „Mitsamt dem Grundstück wäre es für einen Privatinvestor ebenso ein Sahnestück wie das ehemalige Pfarrhaus“, meinte er. Zudem wies Maertens darauf hin, dass das kommende Neubaugebiet am Ortsrand in Richtung Vilchband sechs Grundstücke umfassen werde, von denen bereits zwei reserviert seien. „Es tut sich etwas und wir werden Schritt für Schritt gehen“, hob Kuhn zum Abschluss der Bürgerversammlung hervor.

Im Anschluss warb Bürgermeister Maertens für den digitalen Newsletter der Stadt Lauda-Königshofen..