Lauda / Königshofen

Fastnacht FC Heckfeld stellte wieder ein vierstündiges närrisches Programm auf die Beine

Redner glänzten mit viel Lokalkolorit

Heckfeld.Unter dem Motto „Pyjamaparty 2019“ stand der Kappenabend des FC Heckfeld und so zog es wieder jede Menge Pyjama-, Nachthemdenfreaks und andere Narren ins närrisch dekorierte Sportheim. Tobias Sauer hatte erneut ein kunterbuntes Programm, das keine Langeweile aufkommen ließ, zusammengestellt.

Nach der Vorstellung des „Rinschbachtal-Duos“ führte Tobias Sauer, unterstützt von „Vido“ mit viel Witz und Humor durch das vierstündige Programm. Der Heckfelder Fastnachtsgruß „Goikr Helau“ verstummte den ganzen Abend nicht. Jede Menge Raketen wurden gezündet.

Vorneweg die Prinzengarde der Bischemer Kröten, die gleich begeisterte und erst nach einer Zugabe die Bühne verlassen durfte.

Es folgte das erste lokale Highlight: „eine ganz normale Gemeinderatssitzung“, in der Jenny Elrich als Windradlobbyistin sich mit Semira Both als Glasfaserbefürworterin mit ihren jeweiligen Vorzügen duellierten. Alle wollen Glasfaser, aber keiner will Windräder oder Freiflächenfotovoltaik. Das Stadtmotto, alles nach Heckfeld was man in Lauda nicht möchte, gipfelte in dem Satz: die Stadt macht eh was sie will.

Bei der anschließenden Kostümprämierung legte sich das Publikum auf Helmut, den Armleuchter mit der Bettflasch, fest, gefolgt von Brigitte und Dieter.

Der nächste Lokalbeitrag von Udo Hönninger und Jakob Suchyta nahm das Thema Partnervermittlung aufs Korn. Gefragt sind alle Singles, die, die es gerade werden oder die, die es noch nicht wissen, dass sie es werden. Auch gibt es Partnerkataloge mit Sonderangeboten. Oder man schaut auf >spätzle.de

Danach stieg Doris Sauer in die Bütt. Mit ihrem Vortrag „ein Engel im Himmel“, der von Irdischem träumt, wie den Fußballern des FC, die sie im siebten Himmel wähnt, aber in der Realität eher Fußkranke und Lahme erkennt, oder die Turnmädels, deren wichtigste Turnübung „Ramazotti“ heist.

Nichts entgeht den bewanderten Walkerinnen im Ort, Heidi Düll und Sandra Teubert. Egal, wo im Ort gebaut wird, schon sei die Bauaufsicht „Schelle“ da und stehe mit Rat und Tat zur Seite. Beim Neubau des Ortsvorstehers habe „Gerdle“ im Krankheitsfall sogar die Bauleitung aus dem Nachbarfenster übernommen. Toller Lokalkolorit, der immer wieder zu Lachsalven führte, machte den Kappenabend zu einer gelungenen, kurzweiligen Veranstaltung.

Gespickt mit tollen Darbietungen dazwischen, wie den Unterschüpfer Schlossgeistern mit ihrem Showtanz „die Liebe siegt“ der Tanzdarbietung des Königshöfer Tanzmariechens Ira Jonas, dem begeisternden Showtanz der Königshöfer Schnokettis „Hilfe wir brauchen eine Nanny“ folgte der Auftritt der Dittwarer AH, alle im „knackigen“ Alter mit ihrer Reise um die Welt.

Genauso durften die Oberlaudaer Rotzen mit Ihrem Schautanz „von der Muse geküßt“ wie die Grünsfelder Hasekühle mit ihrer beindruckenden Tanzdarbietung „Torero, zwischen Tradition und Moral“ die Bühne erst nach einer Zugabe und tosendem Beifall verlassen.

Der Abschluss dieses gelungenen Abends gehörte den Öwerlaudemer Säübochklopfern, die mit ihren Rhythmen das Publikum in ihren Bann zogen. Auch hier waren Zugabe und Rakete fällig.

Tobias Sauer würdigte abschließend alle Akteuere, das Publikum und das „Rinschbachtal-Duo“ für den mitreißenden, kurzatmigen Abend und bedrängte noch die Heckfelder AH.

Sie solle doch für das Jahr 2020 wieder aus ihrer Lethargie erwachen und notfalls zusammen mit den Dittwarer Turnmeistern ein Revival auflegen. KSch