Lauda / Königshofen

Kunst Firma Lauda präsentiert ihren neuen Kalender mit Werken von sechs Künstlern

Repräsentativer Begleiter durch das Jahr

Lauda.Das Warten hat ein Ende; wieder ist der attraktive Kunstkalender der Firma Lauda auf dem Weg zu Kunden, Geschäftspartnern und Freunden in aller Welt. Wieder sind es ausgewählte Werke verschiedenster Stilrichtungen und Techniken, haptische Kunstwerke als Gegenpol zum bereits überwiegend virtuell bestimmten Arbeitsleben, wie Dr. Gunther Wobser feststellt: „Kunst, die Alltag unterbricht ... mit Konfrontation Neugier weckt ...“

In der virtuellen Welt von „Silikon Valley“, stellt er im Rückblick auf seinen beruflichen Aufenthalt in den USA bedauernd fest, habe Kunst keinen Raum.

Mit sichtlicher Freude heißt er die „Kalender-Macher“, sowohl die „Schöpfer“ der künstlerischen Arbeiten als auch das Team hinter den Kulissen, willkommen. Alle sechs beteiligten Künstler haben teils weite Wege nach Lauda in Kauf genommen; erstmals nehmen sie ihre von Norbert Gleich, dem Vorsitzenden des Kunstkreises Lauda-Königshofen und bewährtem Laudator bei den Vernissagen, verfassten Vitae und den exzellenten Druck ihrer Werke zur Kenntnis.

Das Januar/Februar-Blatt schmückt ein grafisches Werk von Helmut P. Weste alias Warth. Seine Malerei, schreibt Norbert Gleich, baue auf die totale Reduktion von Form und Farbe, zeige eine auf Grundstrukturierung reduzierte Formensprache. Was Weste hier auch vom Betrachter fordere, sei einzutauchen in seine meditative Bildwelt. Seine radikale Malerei beschränke sich auf eine reduzierte, differenzierte Farberscheinung. Der Künstler konzentriere sich auf das Quadrat als Rahmen fast aller seiner Bilder, was am Beispiel seines Kalenderblattes „Magic Squares“ deutlich werde.

Thomas Reichsteins Messingguss „Kugelbalance“ beherrscht die Monate März und April; Norbert Gleich beschreibt in Reichsteins Vita „eine virtuelle Reise durch sein arbeitsreiches Künstlerleben“; nach seiner Gärtnerlehre in Leipzig und dem Bildhauerstudium in Dresden die künstlerische Reise durch die halbe Welt, sein Parallelstudium an der Kunsthochschule Dresden – tagsüber Landschaftsarchitektur, abends Plastikstudium – die künstlerischen Kniffe aus Papua-Neuguinea – bis zur Ausstellung in der FabrikGalerie mit 28 ausschließlich in Messing gegossenen Werken, geschaffen in einem Zeitraum von mehr als 20 Jahren.

Einen völlig anderen Weg schildert Norbert Gleich von Sabine Fleckenstein, deren Werk „China Girl“ auf dem Bild für Mai und Juni zu sehen ist. Obwohl schon in frühester Jugend an der Malerei interessiert, schlug sie den anspruchsvollen Weg als staatlich geprüfte Kinderkrankenschwester ein, nahm jedoch in ihrer Freizeit die frühen Interessen wieder auf, ließ sich autodidaktisch bei namhaften Künstlern unterrichten.

Ihre Kunst sieht Fleckenstein als wichtiges und wertvolles Gegengewicht zum Beruf, der sie täglich mit Leid und Tod konfrontiert. Alle ihre Gemälde zeigen neben Reise-Erinnerungen auch sozialkritische Inhalte.

„Abgetaucht“ nennt Renate Lehmann ihr Werk auf dem Kalenderblatt für Juli/August. Es zeigt eine Welt geradezu explodierender Farben und Formen – eine surreale Welt. „Es ist wie ein Einblick in eine geheimnisvolle Unterwasserwelt“, stellt Norbert Gleich fest. „Die Fähigkeit zu sehen ist für Frau Lehmann etwas sehr Kostbares. Die ganze Fülle der Eindrücke, die von zwei Augen erfasst werden kann, konnte Frau Lehmann seit ihrer Geburt ausschließlich nur mit einem Auge erfassen“ – und sie sieht darin auch den Grund für ihre große Liebe zu Formen und kleinen Details, zu kräftigen Farben und ausgeprägten Farbspielen.

Für den September und Oktober steht „Gold Water“, eine Arbeit von Detlef Settelmeier, der den Betrachter in eine neue Welt der Fotografie entführt. In der gesamten Palette der Wasser-Bilder von Settelmeiers Ausstellung in der FabrikGalerie sind es erkennbar die vielfältigen Spiegelungen in leuchtenden Farben, die den Betrachter faszinieren. Das Kalenderbild zeigt im Gegensatz dazu eine Struktur, die zuerst einmal Rätsel aufgibt. Wasser? Ja! Das Geheimnis liegt in einem Polfilter, der die Spiegelung verschwinden lässt; eine der vielfältigen Varianten der Fotografie.

Das Blatt für November und Dezember mit dem Titel „Ein Stein, 6-teilig“ von Stefan Soravia, Acryl auf Stoff, fasziniert in seiner fast monochromen Ausführung mit einer Lebendigkeit, die dem Betrachter buchstäblich das Fallen des Steins vermittelt, der dem weichen Stoff neue Formen verleiht. „Soravias Kunst“, stellt Gleich fest, „ist das tiefe Eindringen in eine Welt, in der sich organische Natur und menschliche Kultur berühren, um dann in diesem Spannungsfeld neue Perspektiven zu erschließen.“

Auch dieser Kalender wird jetzt, begleitet von guten Wünschen, seine Reise aus dem Taubertal in die Welt mit der Gewissheit antreten, überall lang erwartet und begehrt zu sein als repräsentativer Begleiter durch das Jahr aus der Firma Lauda. Auch hier gibt es noch eine Möglichkeit, bei der Firma eigentlich unverkäufliche Exemplare für einen guten Zweck zu erwerben, so lange noch Vorrat verfügbar ist. irg