Lauda / Königshofen

Kunst Barbara Holzer stellt im April in der Galerie „das auge“ aus / Vernissage

Schöne und sensibel gemalte Pflanzenbilder

Lauda.„Auf dem Weg mit Licht und Farbe“ – der Name ist Programm in der neuen Ausstellung des Kunstkreises Lauda-Königshofen. In der Galerie „das auge“ sind im April Arbeiten von Barbara Holzer zu sehen.

„Der Frühling hat Einzug gehalten mit den liebenswerten Werken von Barbara Holzer“ sagt Kunstkreisvorsitzender Norbert Gleich bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste und der Vorstellung des langjährigen Kunstkreis-Mitgliedes, das erstmals in der Kunstkreis-Galerie ausstellt, skizziert Vita und Intention der vielseitigen Künstlerin.

In Heilbronn geboren und aufgewachsen, führte sie ihr Weg zum Studium auf Lehramt an die PH Ludwigsburg, danach an Schulen in Geildorf und Schrozberg. Nach langer Familienpause durch die Geburt zweier Töchter kam sie 1996 nach Lauda, lehrte an der Grundschule Süd bis zu ihrer Pensionierung; endlich hatte sie nun Zeit, ihre künstlerische Begabung nicht nur im Unterricht, sondern auch für eigenes kreatives Wirken einzusetzen.

Mit dem Hinweis auf das gemeinsame Anliegen „Kunst“ und die „seit Jahrzehnten gute Zusammenarbeit“ mit Gunter Schmidt vom Kunstverein Tauberbischofsheim leitete Norbert Gleich über zu Gunter Schmidt, der Barbara Holzers Werke „unter die Lupe nimmt“.

Ihren sensiblen Sinn für Kunst und das Zurückstellen ihrer künstlerischen Leidenschaft hinter die Prioritäten ihres Berufslebens an den Beginn seiner Vorstellung zu setzen, zeigt um so deutlicher Gunter Schmidts große Anerkennung für die künstlerische Bandbreite der Ausstellung.

Auf verschiedene Stilansätze eingehend, verweist er auf das Motto „Licht und Farbe“, auf geometrisch geprägte und doch variantenreiche Arbeiten. Für den naturalistischen Stil nennt Schmidt „schöne und sensibel gemalte Beispiele aus der Pflanzenwelt“, lobt eine Reihe wunderschöner Blumenbilder: „Wer jemals wünscht, ein Blumenstrauß möge nie verwelken, der muss ihn sich malen oder Barbara Holzer abkaufen“. Wasserspiegelungen und ihr Zauber runden die Palette der Arbeiten ab, führen in ein Reich der Phantasie.

„Alle meine Bilder sind ein Teil meines Weges“, bekennt Barbara Holzer und skizziert ihren Weg zur und mit der Kunst, nennt Materialien zur Verwirklichung ihrer Vorstellungen wie beispielsweise Spachtelmasse, Seidenpapier, Magnetfarbe, Granulat, Gipsbinden, Draht ... „Licht und Farbe“ – das ist für mich gleichbedeutend mit Helligkeit, Freundlichkeit, Lebensfreude“, macht die Künstlerin deutlich, und zitiert Mahatma Gandhi mit den Worten: „Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt.“

„Den Titel ‘auf dem Weg’ habe ich gewählt, weil Wege uns führen...“ sagt die Ausstellerin, um in der Folge individuelle Möglichkeiten aufzuzeigen, sich neue Wege zu erschließen, den ganz eigenen Lebensweg zu bestimmen.

Sie verweist auf viele ihrer Bilder, auf denen Linien und Wege zu finden sind, fordert auf, den Linien mit den Augen zu folgen, stellt die Frage, wie sie wohl weitergehen werden. Der philosophische Hintergrund ihrer Ausführungen ist nicht zu überhören, lässt den Betrachter auch genauer hinsehen. Ihre Aufforderung: „Wir müssen das Leben erhalten und unseren Lebensraum schützen! Natur und Mensch als Einheit – wir haben nur diese eine Welt und sind Teil davon“. Dem ist angesichts des teilweise katastrophalen Zustands der Welt nichts hinzuzufügen. irg