Lauda / Königshofen

DJK Unterbalbach Im Rahmen der Jahreshauptversammlung Bilanz gezogen / Viel Diskussionsbedarf durch neue Geschäftsordnung

Sebastian Fell als Vorbild gewürdigt

Archivartikel

Die DJK Unterbalbach zog im Rahmen ihrer Hauptversammlung im Sportheim Bilanz.

Unterbalbach. „2017 war für die DJK Unterbalbach insgesamt und speziell für das Team an der Spitze ein Jahr der Herausforderungen, dies oftmals verbunden mit einem hohen persönlichen Einsatz“: Diese Aussage schickte der Vorstand Geschäftsführung, Marco Kiesel, voraus. Nach der Totenehrung mit dem Gedenken unter anderem an den kürzlich verstorbenen Ehrenvorsitzenden Paul Bamberger drehte sich daraufhin erst einmal alles um die einzelnen Berichte.

Wie es dabei eingangs rückblickend hieß, habe die Einführung der neuen Geschäftsordnung für alle DJK-Abteilungen gerade bei den Tanzsportlern für viel Diskussionsbedarf gesorgt, wobei man nach einigen Gesprächen und einer außerordentlichen Versammlung im Oktober eigentlich von einem „Neuanfang“ ausgegangen sei. Ein Irrtum, denn aufgrund der jedoch weiterhin vorhandenen Meinungsverschiedenheiten kam es allerdings zum 31. Dezember zur Auflösung der Tanzsportabteilung, erläuterte Marco Kiesel, der aber festhielt, dass das vergangene Jahr auch sehr viel Positives mit sich brachte.

So habe man nach zweijähriger Bauzeit im Juli den Bouleplatz im idealen Umfeld des Fischerfestes eingeweiht und damit eine weitere Aufwertung der vereinseigenen Anlage erreicht, verbunden mit einer Erweiterung des Programms im Freizeitsport.

Nach einer Würdigung der Zuschüsse durch den Badischen Sportbund und die Bürgerstiftung wandte sich der Vertreter des Vorstandes der Anschaffung eines Aufsitz- und Handrasenmähers zu, ehe er dann als Höhepunkt die Projektwoche im Rahmen der Kooperation Schule/Verein/Ortsleben mit der Partnergemeinde Rátka bezeichnete. Mit Begleitpersonen erlebten hier sechs Kinder ereignisreiche Tage, fortgesetzt 2018 mit zwei weiteren Maßnahmen – so im Mai ein Austausch mit Jugendlichen in Ungarn und danach der Gegenpol, wenn im Juli der Nachwuchs aus dem Land der Magyaren für eine Woche den Gegenbesuch abstattet.

Nur einige Auszüge

Wie Kiesel abschließend erklärte, spiegele sein Bericht lediglich ein paar Auszüge von 2017 wider, biete aber Anlass zum Nachdenken und daraus resultierend zum konstruktiven Dialog mit dem Vorstand. Er wünsche sich für die Zukunft offene Gespräche mit allen Beteiligten, hieß es, bevor der Vorstand Sport Christian Faul ein Fazit zu den einzelnen Abteilungen zog. Im Mittelpunkt seiner Betrachtungen stand dabei die Ehrung von Sebastian Fell für eine Fairplay-Aktion im Spiel der Kreisliga Tauberbischofsheim zwischen dem TSV Assamstadt und der DJK, als der „Bälmer“ Akteur den Schiedsrichter auf das Leder im Toraus aufmerksam machte. Der daraus folgende Eckball bedeutete gleichzeitig den 1:0-Siegtreffer für Assamstadt.

Breiten Raum nahmen daraufhin die Ausführungen der neuen Yogalehrerin Sonja Albert ein, die ihre Faszination zu Yoga seit 2010 ausdrückte, ehe sie nach ihrer Aussage zuletzt zur Vertiefung der Kenntnisse eine Ausbildung zum Yogalehrer in der Sivananda-Tradition absolvierte. In den Kursen Power- oder sanftes Hatha-Yoga sei jeder genau richtig, befand Albert, die bewusst hinwies, dass die verschiedenen Körperübungen darauf abzielten, Kraft, Flexibilität und Balance gleichermaßen zu entwickeln. Natürlich könne Yoga – viel mehr als nur ein Trend – sportlich sein, aber auch die Entspannung komme dabei nicht zu kurz, bringe man doch Körper, Geist und Seele in Einklang, lautete die abschließende Feststellung.

Im nächsten Beitrag hob der Vorstand Sportjugend, Andreas Schneider, zum Einstieg hervor, dass man die Jugendspielgemeinschaft SG Balbachtal zuletzt noch mit dem SV Edelfingen erweitert habe, womit momentan elf Mannschaften dem Ball nachjagten, so Schneider, der dazu die einzelnen Teams plus die jeweilige Anzahl der Nachwuchs-Fußballer auflistete.

Mit 42 aus Unterbalbach, 21 aus Oberbalbach und 29 aus Edelfingen summiere sich der Bestand bei der SG auf 92 plus weitere 48 Spieler, betreut hier von insgesamt 24 Trainern – acht Unterbalbacher, sieben Oberbalbacher, fünf Edelfinger sowie je zwei von Bad Mergentheim und Königshofen.

Jeder Coach leiste dabei durch den laufenden Trainings- und Spielbetrieb im Durchschnitt zwischen 150 und 200 freiwillige Stunden, fügte das Vorstandsmitglied noch an, das seinen Respekt für das Engagement aussprach, bevor der Vorstand Finanzen, Kuno Bamberger, zu 2017 ein gutes Ergebnis mit einer ausgeglichenen Bilanz präsentierte.

Nach dem Hinweis auf die etwas gesunkenen Mitgliederzahlen durch den Wegfall der Tanzsportabteilung bescheinigten die Kassenprüfer Carola Kramer und Sebastian Fell dem Schatzmeister eine ordentliche und einwandfreie Führung der Geldgeschäfte, verbunden mit dem Antrag auf Entlastung des gesamten Vorstandes, ein Ansinnen, das man nahezu einstimmig billigte.

Kassenprüfer gewählt

Nach kurzen Grußworten durch den Ortsvorsteher Andreas Buchmann, der alle Mitwirkenden im Verein für ihren umfangreichen Beitrag würdigte, sowie der Wahl der neuen Kassenprüfer mit der Entscheidung für Robin Imhof und Sebastian Fell, lobte der Ehrenvorsitzende Stefan Kolb ebenfalls den Vorstand mit dem Appell an die Mitglieder, sich für die DJK auf allen Ebenen einzubringen.

Ein folgender Abstecher zum Thema Arbeitsstunden leitete schließlich über in den Dank an alle Aktiven, Helfer und Sponsoren – namentlich nannten die Verantwortlichen hierbei für die je tatkräftige Unterstützung neben Willy und Anita Schönleber ebenso noch Renate Faul, außerdem besonders vor allem Wolfgang Neißendorfer, der es durch seine Großzügigkeit dem Verein erst ermögliche, das eine oder andere Vorhaben entsprechend umzusetzen.