Lauda / Königshofen

Soziales Engagement Festveranstaltung zum 70. Geburtstag des VdK-Ortsverbands Königshofen/Beckstein mit vielen Ehrungen

„Sieben Jahrzehnte haben es verdient, dieses besondere Jubiläum zu feiern“

Königshofen.Der VdK Königshofen/Beckstein feierte in der Turn- und Schützenhalle in Marbach sein 70-jähriges Bestehen. „Sieben Jahrzehnte haben es verdient, dieses besondere Jubiläum miteinander zu feiern“, meinte der Vorsitzende Dieter Ilg zu Beginn der Veranstaltung.

Im Februar 1948 sei es nicht leicht gewesen, einen Ortsverband auf die Beine zu stellen. Lag doch Königshofen in Schutt und Asche, kaum ein Haus sei verschont geblieben, erinnerte Ilg an die damalige Zeit. Diejenigen, die aus einem furchtbaren Krieg heimkehrten, fanden verzweifelte Situationen vor – auch hier Tod und Verderben, Verwundete und Verstümmelte, Zerstörung und Verlust. Hilfe sei deshalb dringendst erforderlich gewesen und so wurde unter dem Vorsitz von Emil Kühner 1948 der Ortsverband gegründet.

Auch Beckstein hatte sich zu dieser Zeit unter der Führung von Kilian Knehr zu einem Ortsverband zusammengeschlossen. 1968 wurde aus beiden Ortsverbänden der gemeinsame Verband wie wir ihn heute kennen. Der Vorsitzende Ilg erinnerte auch an seine Vorgänger.

Die Reihe der Vorsitzenden

Auf Emil Kühner, der das Amt vier Jahre innehatte, folgten August Deckert (für zwei Jahre), Josef Meister (acht Jahre), Josef Spiller (acht Jahre), Helmut Köhler (drei Jahre), Gustav Hess (fünf Jahre), Josef Spiller (16 Jahre), Josef Binder (acht Jahre), Berthold Schweikert (zwölf Jahre) und Helmut Arnold, der nach letzterem zwei Jahre kommissarisch die Belange des VdK leitete.

„Sieben lange und ereignisreiche Jahrzehnte bilden sich in dieser Reihe Vorsitzende ab, insofern sei es umso erfreulicher, dass wir noch einen der Geburtshelfer des Vereins vom 1. Februar 1948, Edmund Haag, persönlich unseren Dank, unsere Anerkennung und unsere Hochachtung zollen können“, so Ilg.

Die Erinnerung an das furchtbare Geschehen im Zweiten Weltkrieg und während der Osterkämpfe 1945 hatte den Ortsverband 1966 veranlasst, auf dem Turmberg einen Gedenkstein zu errichten.

„Der VdK bewegt die Menschen“, versicherte Herbert Bieber, stellvertretender Bürgermeister, in seinem Grußwort. Er würdigte den Einsatz des Vorstandes und der Mitglieder vor Ort. „Sie bilden eine starke Basis und leisten einen wertvollen Beitrag mit den Monatstreffs, Ausflügen und anderen Aktivitäten für das Gemeinwohl.“ Im Namen der Stadtverwaltung und stellvertretend für den Sprecher der Vereine, Hubert Deckert, überreichte Bieber dem Vorsitzenden Ilg großzügige Geldgeschenke.

Der VdK Kreisvorsitzende Kurt Weiland betonte in seiner Laudatio, dass der Vorstand ein kompetenter Ansprechpartner bei den verschiedensten Anliegen der Mitglieder sei. Weiland wies daraufhin, dass der VdK sich zu einem modernen Sozialverband entwickelt habe. Der VdK leiste wichtige Arbeit, indem er sich für die Belange der Menschen persönlich einsetze, sie unterstütze, berate und auch vor Behörden und Gerichten vertrete. Auch Kurt Weiland hatte einen Scheck für den Ortsverband dabei, als Anerkennung für die viele freiwillige Arbeit.

Die Feier bot zudem den festlichen Rahmen, um langjährige Mitglieder zu ehren. Kurt Weiland überreichte Elfriede Wirth-Faulhaber und Artur Waldenberger jeweils eine Urkunde des Landesverbandes und ein Präsent für zehnjährige Mitgliedschaft im VdK. In Abwesenheit wurden geehrt: Margarete und Reimund Braun, Monika Fasold, Katharina und Erich Faulhaber, Gabriele Glaser, Jürgen Haberkorn, Albert Haun, Walter Ott und Uwe Saal.

Die evangelische Pfarrerin Laura Breuninger leitete mit einer Geschichte in den adventlichen Teil der Veranstaltung über. Für besinnliche Stimmung sorgten auf der Bühne Isolde Gruber mit Liedern auf der Zither, Geschichten von Axel Gebhardt und zwei Gesangssolos von Eveline Schäffner.

Doch auch hinter den Kulissen trugen fleißige Helferlein – die Damen des Turn- und Schützenvereins Marbach – ganz wesentlich zum Gelingen der Feier bei. Ihnen sprach Ilg, unterstützt von lautem, anhaltendem Beifall, sein Lob aus.

„70 Jahre VdK, das ist ein langer Weg“, konstatierte Dieter Ilg am Ende der Jubiläumsfeier. Für die Zukunft hofft der Vorsitzende, dass sich immer wieder Menschen zusammentun, um die Gemeinschaft weiterhin zu pflegen. ilg