Lauda / Königshofen

Parteien Ortsverein Lauda-Königshofen schickt sechs Frauen und Männer ins Rennen

SPD benennt Kandidaten für Kreistagswahl

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Im Rahmen einer Mitgliederversammlung nominierte der SPD-Ortsverein Lauda-Königshofen sechs Kandidaten für den Wahlbezirk IV Lauda-Königshofen für die Aufstellung der SPD-Kreistagsliste am 23. März in Dittigheim.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Ortsvereinsvorsitzende Ruth Römig berichteten die SPD-Vorstandsmitglieder von einer insgesamt sehr fairen kommunalpolitischen Diskussionskultur in den Gremien die, so Jochen Groß, „ meist zu sehr guten Ergebnissen führten.“

Versammlungsleiter Siegfried Neumann wies im Anschluss daraufhin, „dass bei der Entscheidungsgrundlage für die Listenerstellung folgende Kriterien eine Rolle spielten: Ehrenamtliches Engagement, kommunalpolitische Erfahrung, soziale und gesellschaftliche Kriterien und natürlich auch Mandatserfahrung in einem demokratischen Gremium.“

Auf Vorschlag des Vorstands wählte die Mitgliederversammlung Jörg Aeckerle auf Platz eins der SPD-Liste im Wahlbezirk IV Lauda-Königshofen. „Der Lauda-Königshöfer Stadt- und Kreisrat ist ein kommunalpolitischer Netzwerker aller erster Güte, der es als erfolgreicher Unternehmer trotzdem schafft, seinen vielseitigen Verpflichtungen als Mandatsträger gerecht zu werden. Er ist als Vertreter in der Verbandsversammlung der WMT ebenso argumentativ präsent wie bei Ausschusssitzungen oder Fraktionsbesprechungen“, so Neumann..

Ruth Römig, langjährige SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Stadträtin wurde auf Platz zwei gesetzt. Sie hat sich seit den 1980er Jahren um die Integration von Flüchtlingen bemüht und unterstützt sie in vielfältiger Weise. Sie organisiert Arztbesuche und begleitet Hilfesuchende zu Ämtern. Nach den Erfahrungen in den Flüchtlingseinrichtungen in Lauda und Königshofen sei es wichtig, so Römig, die gesellschaftliche Integration zu verbessern und kulturell zu vertiefen, zum Beispiel beim Multi-Kulti-Fest.

Gemäß dem in der SPD seit vielen Jahren praktizierten Reißverschlussverfahren (Mann/Frau) bei Listenaufstellungen wurde Siegfried Neumann auf Platz drei der Liste gesetzt. Auf Grund seiner langjährigen kommunalpolitischen Erfahrungen und Kontakten war es für die Mitglieder wichtig, auf den für Lauda-Königshofen wichtigen kommunalpolitischen Feldern ÖPNV, Kommunalrecht, Haushalts- und Finanzpolitik nach dem neuen kommunalen Haushaltsrecht, gut vertreten zu sein.

Auf Platz vier wurde Anja Günther, Stadträtin aus Königshofen, gesetzt. Von Beruf Erzieherin und Mutter von drei Jungen erlebe sie die sozialen Defizite staatlicher Familienpolitik hautnah. So gebe es gebührenfreie Kitas zwar in Rheinland Pfalz, aber im reichen Baden-Württemberg sei dies Fehlanzeige, weil Kretschmann und Strobl dies ablehnen würden.

Jochen Groß, Realschulrektor aus Oberlauda, bewarb sich ausdrücklich auf einen der ergänzenden Listenplätze. Da er durch sein berufliches und kommunalpolitisches Engagement ausgelastet ist, lehnte er eine Kandidatur an vorderer Stelle derzeit ab.

Sehr wichtig ist es ihm, deutlich zu machen, dass Lauda-Königshofen nicht nur eine Weinstadt, sondern auch eine Bildungsstadt mit hervorragenden Schulen sei. Regelmäßige Kontakte zu den weiterführenden beruflichen Schulen in den Mittelzentren sollten weiter ausgebaut werden.

Rechtsanwalt Dirk Wenz (Oberlauda) ergänzt auf Platz sechs das Kandidatenprofil der SPD-Liste in hervorragender Weise, den Fragen des Arbeits- und Sozialrechts, sowie das allgemeine Zivil- und Vertragsrecht seien häufig Gegenstand von Beratungen in kommunalen Gremien.

Nach der Vorstellung der Kandidaten und der anschließenden Diskussion wurde die Liste in geheimer Wahl einstimmig verabschiedet und dem Regionalzentrum in Heilbronn mitgeteilt. spd