Lauda / Königshofen

Zwischenfall bei Demonstration Stellungnahme der Stadt

Toilettenproblem im Vorfeld bekannt

Archivartikel

Lauda-Königshofen.Am Rande der Demonstration gegen die Aufbereitungsanlage im Gerlachsheimer Gewerbegebiet „Pfützenäcker“ kam es am Montag der vergangenen Woche zu einem Zwischenfall mit einem älteren Mann sowie einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt, der in den FN vom 26. September geschildert und am 27. September in einem Leserbrief erneut aufgegriffen wurde.

Zur sachlichen Aufarbeitung fand am Freitagvormittag nun, wie die Stadt in einer Pressemitteilung informiert, ein Gespräch im Rathaus statt, in dem der Vorfall unter Teilnahme von Bürgermeister Thomas Maertens, dem Betroffenen und den Mitarbeitern des Sachgebiets für öffentliche Sicherheit und Ordnung ausführlich besprochen wurde.

Mitarbeiter keine Rausschmeißer

Die Stadt distanziert sich in dieser Stellungnahme nun ausdrücklich vom Leserbrief des Demonstrationsveranstalters Josef Seubert, insbesondere von der Aussage, wonach „die Mitarbeiter des Ordnungsamtes wie Rausschmeißer eingesetzt“ wurden. Diese Aussage sei nicht zutreffend.

Die Stadtverwaltung teilt weiter mit, dass die Rathausmitarbeiter zu jeder Zeit entsprechend ihrer Dienstpflichten ordnungsgemäß gehandelt hätten. Im Vorfeld der Demonstration habe ein ausführliches Vorgespräch im Landratsamt Main-Tauber-Kreis stattgefunden. Dabei sei auch die Notwendigkeit öffentlicher Toiletten thematisiert worden. Von Seiten des Veranstalters seien weitere Toiletten, die über die WCs in der Tiefgarage hinausgehen, als nicht erforderlich erachtet worden.

Der Zustand der öffentlichen WCs entspreche bedauerlicherweise nur den Minimalstandards. Sauberkeit und Hygiene lassen – trotz regelmäßiger und intensiver Reinigung – oftmals zu wünschen übrig. Diese Problematik sei der Stadt Lauda-Königshofen hinlänglich bekannt und stelle ein großes Ärgernis dar. Eine Aufwertung der öffentlichen Toiletten sei bereits veranlasst worden.

Leitung wurde informiert

Im Vorgespräch mit dem Veranstalter sei außerdem mitgeteilt worden, dass bis 18 Uhr eine nichtöffentliche Sitzung unter anderem mit Bewerbungsgesprächen stattfindet. In diesem Zeitraum könne niemand ins Rathaus gelassen werden.

Der Zeitraum sei aufgrund der längeren Tagesordnung kurzfristig bis 18.30 Uhr verlängert worden. Auch darüber sei die Leitung der Demonstration zuverlässig entsprechend der Dienstvorschriften informiert worden.

Um den Teilnehmern der Demonstration den Weg zu den Toiletten zu erleichtern, habe die Stadt Lauda-Königshofen empfohlen, eine Beschilderung anzubringen, was seitens der Leitung als nicht notwendig erachtet worden sei.

Keine Annäherung

Die Stadt Lauda-Königshofen stellt sich in ihrer Stellungnahme entschieden hinter die Mitarbeiter des Sachgebiets für öffentliche Sicherheit und Ordnung und verurteilt auch jegliche körperliche Gewalt. Gleichzeitig wird in der Stellungnahme bedauert, dass es im Rahmen des Gesprächs am vergangenen Freitag zu keiner gegenseitigen Annäherung gekommen sei. red