Lauda / Königshofen

Fasnacht Narrengesellschaft Oberlauda eröffnete neue Kampagne / Prinzenpaar präsentiert

Urkunden für närrische Treue

Oberlauda.Narrengesellschaften haben im Normalfall vom Aschermittwoch bis zum 11.11. so etwas wie eine Pause, in Oberlauda waren dies in diesem Jahr nur acht Wochen, dem Dorfjubiläum sei es gedankt. Eigentlich war man dadurch aber auch noch so richtig in Feierlaune - und dies war bei der offiziellen Fasnachtseröffnung am Samstag in der Turnhalle nicht zu übersehen und zu überhören.

Mit beteiligt waren einmal mehr die Rootzengruppe, auch wenn ein sehr großer Teil davon bei einer Veranstaltung in Friedrichshafen war, und die FV-Zigeuner und damit war ein voller Saal fast schon garantiert. Keiner freute sich darüber mehr wie der Präsident Holger Ebert, zusätzlich noch durch die Tatsache motiviert, mit Sarah I. und Matthias II. (Steinberger) bereits jetzt ein Prinzenpaar für die bevorstehende Kampagne präsentieren zu können.

Nach dem gemeinsamen Einzug aller Narren wurde dann das Prinzenpaar auch gleich das erste Mal auf der Bühne begrüßt. Dem ersten dreifach-kräftigen "Rootze - Helau" dürften noch viele folgen, wie eben in Oberlauda seit Menschengedenken üblich; ein optimaler Vorgeschmack auf zu erwartende närrische Wochen und Veranstaltungen. Ehrungen standen nach einem gemeinsamen Abendessen als nächstes auf der Tagesordnung.

Für 15-jährige Treue zum Verein erhielten Michaela und Michael Lange, Martina Mohr, Anja Mahler, Gaby und Otto Knüll die entsprechenden Anstecknadeln und Urkunden. Das Ganze in Silber gab es bei 25 Jahren für Rainer Ebert, Rüdiger Engert, Michael Fey, Jochen Groß, Holger Mohr, Volker Stephan, Irmgard Oehmann, Sascha Renk und Holger Ebert.

Ernst Ebert gehörte als "ledschder Bürger" fast fünf Jahrzehnte zum festen Inventar einer jeden Fremdensitzung. Traditionell gibt er noch einmal jeweils am 11.11. seine Büttenrede von vor elf Jahren zum Besten, heuer also von 2006 - und er kann seine Zuhörer immer noch faszinieren und begeistern.

Wer konnte sich wohl auch noch daran erinnern, dass er damals mit einem Hochrad in den Sitzungssaal eingezogen war, dass im "Eisenbahnerdorf" Oberlauda auch noch an den Stammtischen rangiert wurde, die Einbahnstraßenregelung gerade zur Diskussion stand (inzwischen ist sie schon lange Wirklichkeit), die frappierende Ähnlichkeit zwischen dem Schleyer-Denkmal und Peter Renk schon den Kleinsten auffiel, Werner Kilb und Kurt Breitenstein im Gemeinderat ganz einfach ein Dreamteam waren und eine Treibjagd auf Wildschweine bei einer Rapsdrescherei eine magere Ausbeute fand: das einzige "Opfer" war am Ende doch noch stiften gegangen?

Und wie war das noch bei ihm selbst, als er hilfsbereit einem Fremden Geld wechselte und danach seine komplette Barschaft vermisste? Naja, für ein paar Jahre hat er noch Material, und danach - Wiederholungen?

Schließlich gab es noch Werbung in eigener Sache. Die "Fasnacht ab Acht" geht inzwischen in die dritte Runde und obwohl es bis zum Bauernball am 10. Februar 2018 noch reichlich Zeit hat, erinnerte Präsident Holger Ebert schon einmal vorsorglich an die Hitparade mit den beliebtesten Fasnachtsliedern und die Möglichkeit, gewünschte Plätze reservieren zu lassen.

Eigentlich ist damit alles beim Alten geblieben: Bei der Narrengesellschaft Oberlauda freut man sich auf die Fasnacht 2017/18, ist bestens vorbereitet und harrt ganz einfach der Dinge die da kommen. erha