Lauda / Königshofen

Weinfest in Alt-Lauda Beteiligte äußern sich kurz vor dem Beginn zur Klage über die Öffnungszeiten / „Wir lassen uns die gute Stimmung nicht verderben“

Vereine und Winzer trotzen der Klage

Archivartikel

Die aufgrund einer Klage veränderten Öffnungszeiten beim Weinfest in Lauda sorgen für Gesprächsstoff. Kurz vor dem Beginn des Festes äußern sich die Organisatoren zu dem Streit.

Lauda. Die Botschaft ist klar: „Wir lassen uns die gute Stimmung nicht verderben“. Zwei Tage vor dem Start des Weinfestes in Lauda riefen gestern Vereinsvertreter, Weinbaubetriebe und die Stadtverwaltung, allen voran Bürgermeister Thomas Maertens, geschlossen besonders die Besucher dazu auf, sich nicht von den veränderten Öffnungszeiten ihre Feierlaune vermiesen zu lassen und kräftig zu feiern.

Die Beteiligen trotzen damit einer Klage eines Anwohners, der beim Regierungspräsidium ein früheres Ende des Weinfestes erreicht hatte. Ausschank- und Musikende sind demnach am morgigen Freitag und am Samstag, 9. Juni, um 23.30 Uhr (bisher 1.30 Uhr), offizieller Schluss ist dann um 0 Uhr, am Sonntag um 20 Uhr. Danach findet jeweils auch keine Pfandrückgabe mehr statt.

Zwar ist noch nicht klar, welche Auswirkungen diese veränderten Öffnungszeiten generell auf die Besucherzahlen des ersten Weinfestes nach der Klage haben werden, doch eines machten die gestern im Rahmen eines Pressegesprächs vor dem Rathaus anwesenden Vereins- und Winzervertreter unmissverständlich klar: „Wir werden das Weinfest mit gleicher Kraft und gleichem Engagement durchführen wie bisher.“

Bürgermeister Thomas Maertens fügte an: „Wir stellen uns dieser schwierigen Herausforderung gemeinsam mit den Vereinen und den Weinbaubetrieben.“ Gleichzeitig appellierte das Stadtoberhaupt auch an die Besucher, „dass die Freude und das Feiern im Vordergrund stehen sollen.“

Michael Braun, Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Beckstein, ergänzte: „Wir nehmen diese Herausforderung an und blicken nach vorne. Das Weinfest steht für Spaß aber auch Kontinuität. Deswegen sind wieder fast alle Beteiligten der letzten Jahre mit an Bord. Jeder der kommt, findet Unterhaltung, wenn auch unter veränderten Rahmenbedingungen.“

Beate Hehn, stellvertretende Vorsitzende des ETSV Lauda, freute sich, dass auch die Motivation bei den Mitgliedern der Vereine nach wie vor vorhanden sei und sie sich unbegrenzt für das Weinfest engagieren.

Für Bürgermeister Thomas Maertens ist unterdessen klar: „Wein ist Bestandteil unserer Lebensfreude. Und die lassen wir uns durch eine solche Klage nicht nehmen.“

Gleichzeitig baten die Beteiligten aber auch darum, dass die Besucher die Nachtruhe von 0 bis 8 Uhr einhalten sollten. Zwar rechnen die Vereine und Weinbaubetriebe aufgrund des früheren Endes des Weinfestes eventuell mit kleineren Einbußen, „aber wir ziehen mit“, so die einhellige Meinung und ein Vereinsvertreter ergänzte: „Wir stehen nach wie vor hinter unserem Weinfest“.