Lauda / Königshofen

Vorbilder des Glaubens

Archivartikel

Die Reds aus Liverpool haben es am Dienstag an der berühmten Anfield Road der Fußballwelt gezeigt, was möglich ist, wenn ein Team an sich glaubt. Der legendäre FC Barcelona wurde trotz eines Drei- Tore-Vorsprungs in einem spektakulären Match aus der Champions League gefegt. Vier gewinnt.

„Es war überwältigend, ich würde sagen, es war unmöglich“, war einer der begeisterungsfähigen Sätze des Trainers Jürgen Klopp. Nebenbei bemerkt gehört „Kloppo“ zu den Sportgrößen, die sich zu ihrem christlichen Glauben bekennen. In Sportlerbibeln oder per Interview präsentiert sich der Coach glaubensbewusst und menschlich nahbar.

Ich mag Menschen, die das ausdrücken, was Sie leben, so gut es ihnen eben gelingt. Unsere Welt braucht wieder mehr Glauben und Vorbilder des Glaubens.

Bei Markus 9,23 heißt es: „Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ Einige Konfirmanden haben sich in unserem Jahrgang diesen Mut machenden Vers als ihren Konfirmationsspruch ausgesucht. Jugendlichen, die sich fest an diesen Berge versetzenden Glauben halten, gehört die Zukunft.

Als Erwachsene haben sich etliche Menschen von ihrem Glauben verabschiedet. War es zu viel, Beruf, Familie und Karriere unter einen Hut zu bringen? Kann nicht der Glaube gerade helfen, diesen Spagat hinzubekommen?

Gerade in der Mitte des Lebens und mit zunehmendem Alter lehrt uns das Leben allerdings, dass nicht alles gelingt und nicht alles gelingen muss. Wem aber eines gelingt, nämlich an das Alles-ist-möglich-Wunder zu glauben, der wird nicht an Schicksalsschlägen, Krankheiten, persönlichen Niederlagen und Enttäuschungen zerbrechen, sondern daran wachsen. Nur durch den Glauben an Gott. Ich glaube, darum bin ich.

Wo auch immer Sie im Leben stehen, nehmen Sie den Christusglauben mit auf ihre Lebensreise, damit Sie das „Anfield-Road-Wunder“ in ihrem Alltag erleben und sich getragen fühlen von Gott, so wie es die Liverpool-Hymne ausdrückt: „You’ll never walk alone!“

Gerald Winkler, evangelischer Pfarrer, Lauda