Lauda / Königshofen

FC Heckfeld Knapp vierstündiges Programm bot tolle Unterhaltung mit Büttenreden sowie Musik- und Tanzdarbietungen

Vorgriff auf das „Sommermärchen 2018“

Heckfeld.Unter dem Motto „Sommermärchen 2018“ stand diesmal der Kappenabend des FC Heckfeld, und so zog es jede Menge Fußballverrückte und andere Narren ins fastnachtlich dekorierte Sportheim.

Tobias Sauer hatte erneut ein kunterbuntes Programm, das keine Langeweile aufkommen ließ, zusammengestellt.

Nach der Vorstellung des „Rinschbachtal-Duos“ führte Tobias Sauer, unterstützt von „Vido“ mit viel Witz und Humor durch das knapp vierstündige Programm. Der Heckfelder Fastnachtsgruß „Goikr Helau“ verstummte den ganzen Abend nicht. Jede Menge Raketen wurden gezündet. Vorneweg die Unterschüpfer Schlossgeister mit ihrem Raupen - Schmetterling Showtanz, gefolgt mit dem Auftritt der Prinzengarde der Bischemer Kröten.

Es folgte das erste lokale Highlight: eine Gesangsdarbietung der „Dellen Queens“. Nicole Hönninger, Michaela Schwarz, Vera Heuberger, Semira Both, Katharina Simon und Andrea Plasch, hatten sich das Thema „Zellolite“ zu eigen gemacht. Gott sei so gemein und habe uns geschaffen mit Dellen in Po und Bein. „Wir kämpfen mit Schwangerschaftsstreifen und trotz Stützstrumpfhose - alles hängt lose.“ Der Refrain „ich bin wie ich bin - die Dellen sind halt drin - und trage deshalb keinen String“ endete in anhaltendem tobendem Applaus.

Die Öwerlaudemer Rootze, begleitet vom Prinzenpaar, Karo I. und Tommy I. zeigten ihren Showtanz Urknalltheorie, gefolgt vom Tanzmariechen Ira Jonas der Königshöfer Schnocken. Und wieder waren Zugaben fällig.

So wie Bayern die Bundesliga dominiert, so dominiert „Schrecko“, alias Reiner Hammerich mit seinen „Goggelnews“ die Bütt als ungekrönter Heckfelder Champions League Sieger. Seinem Einzug mit dem Badener Lied folgte gleich ein Hörtest im Saal. Denn auch Peter Haring sollte alles mitbekommen. Jetzt jagte eine Ortsbegebenheit die Nächste. Vom AH-Grillfest berichtete er, vom „Bloody Märle“, von Vidos Taxiheimfahrt nach ausgiebigem Aprés. Eine Traumhochzeit steht 2018 in Heckfeld an, ein Glück, dass Nadine nicht den Mädchenname ihrer Mutter trägt, denn sonst gäbe es künftig eine Von und Zu „Sauer-Kraut“.

Beim Winterzauber der Freiwilligen Feuerwehr konnte Heidi ihren Mario und Conny ihren Peter richtig kennenlernen. Beim Oberhof-Trip war Funcel als „Nebelmaschine“ und Schiffschaukel im Einsatz. Bei der Straßensanierung in der Pflatschgass wurden zwar Glasfaserkabel verlegt, aber ohne DSL, die Regenpfützen wurden auch mit dem neuen Belag wieder mit eingebaut.

Bei der Schorrensanierung stellte er fest, dass dort fast nur noch Rentner wohnen, die sich täglich zur Bauaufsicht trafen. Der Gehweg wurde auf der einen Seite zu tief und auf der anderen Seite zu hoch ausgeführt. Auch der „Lück“ wird jetzt, spätestens wenn Christi Himmelfahrt und Karfreitag auf einen Termin fällt, die Sanierung in Aussicht gestellt. Nach lang anhaltendem Applaus, Rakete und Zugabe wurde noch „unser Steuerprüfer“ aufs Korn genommen.

Es folgte die variationsreiche Schautanzdarbietung der Dittwarer AH mit ihren Pausengirls. Tobias Sauer merkte an, dass auch noch Bewegung im fortgeschrittenen Alter möglich sei - ein Seitenhieb auf die Heckfelder AH. Auch hier war eine Zugabe fällig.

Bei der anschließenden Maskenprämierung lag Ria Valk mit ihrem „Holland Outfit“ nach Publikumswertung vorn. „Ohne Holland zur WM“ wurde im Saal gesungen. Auf den zweiten Platz brachte es Katharina Both - äh Simon mit ihrem Maskottchen Outfit „Goleo“ und den dritten Platz belegte Max Both alias Jogi Löw.

Udo Hönninger ließ in der Bütt als Frau Hildegard Bachmann ihr zurückliegendes Eheleben Revue passieren. Schon in der Heiratsanzeige musste ein Bild dabei sein - und zwar das vom Bulldog. Sogar aufs Hochzeitsbild wollte ihr verstorbener Ehemann. „Keine hat ihn gwollt, i hob ihn glei kott“. Das Kleid der Liebe gabs nur ungebügelt und der schönste Körper im Schlafzimmer war der Heizkörper. Später war dann sogar Trennkost angesagt, er hat im Stall gegessen und ich in der Küche. Es gab noch eine Gemeinsamkeit, das Wasserglas für die „Dritten“.

Jetzt war die gemischte Schautanzgruppe der Grünsfelder Hasekühle auf der Bühne zu bewundern. Die von Andrea Kraft betreute Truppe durfte ebenfalls nur nach langem Applaus und Zugabe von der Bühne.

Den Schluss auf das kurzweilige Programm setzten „Vido und Pfetzi“ mit ihrem Beitrag „Volkszählung“. Die Bewirtung von Pfetzi konterte dieser mit Aussagen wie „das Clausthaler zischt wie Appelsaft“, und „Kartoffelbrei und Bratwurscht vom Ebert“. Tobias Sauer würdigte abschließend alle Akteure, das Publikum und das Rinschbachtal-Duo für den mitreißenden und kurzweiligen Abend. ksch