Leserbrief

Leserbrief Zur geplanten Photovoltaikanlage in Schweinberg

Anlagen auf Dachflächen

Grund und Boden ist das wichtigste Gut, das wir haben. Leider sehen das viele, die in unserem Staat auf verschiedenen Ebenen Entscheidungen treffen, nicht so. Wie könnte es sonst sein, dass man eine 15 Hektar große Photovoltaikanlage laut FN am 28. Februar in Schweinberg im Bereich der Kaiser-Wilhelms-Höhe plant? Solche Anlagen gehören ausschließlich auf Dachflächen verteilt. Hier ist der Gesetzgeber gefordert. Es würde keine einzige Kilowattstunde weniger erzeugt. Auf dem dann noch freien Grund kann man zum Beispiel Energiepflanzen anbauen zur Befeuerung eines Biomassekraftwerkes, das grundlastfähig wäre – ein wunder Punkt der Energiewende. Selbst freiwerdende Industrie- oder Militärflächen sind zu schade für obiges Vorhaben, sie gehören alle renaturiert. Auch in Höpfingen auf dem Leutschenberg ist eine Anlage geplant. Selbst Hecken oder Gestrüpp ist zu wertvoll, um geopfert zu werden. Deutschland ist eines der am dichtesten besiedelten Länder der Erde mit etwa 230 Einwohner pro Quadratkilometer. Umso pfleglicher und sparsamer müssen wir mit unserem Grund umgehen. Zu beanstanden ist auch der ungehemmte Landschafts- und Flächenverbrauch der Kommunen landauf landab durch Neulanderschließungen, während sich die Ortskerne entleeren. Eine Rückbesinnung und Wiederverwendung innerörtlicher Flächen ist dringend geboten.