Leserbrief

Leserbrief Zu „Wie ein moderner Schildbürgerstreich“ (FN, 4. Mai)

Chaotische Verhältnisse

Dieser Artikel über die derzeit katastrophalen Verkehrsverhältnisse in Königshofen, vor allem aber in Lauda, zeigt sehr deutlich, wie sinnvoll die Westtrasse bzw. die Verlegung der B 292 mit Schließung der beiden Bahnübergänge wäre. Insbesondere für den Stadtteil Lauda würde diese Lösung nicht nur bei Straßensanierungen oder Hochwasser erhebliche Vorteile mit sich bringen: Feuerwehr und Rettungsdienste hätten eine barrierefreie Zufahrt, der Stadtteil Lauda wäre vom Durchgangsverkehr entlastet und auch die Hauptstraße in Königshofen wäre weniger frequentiert.

Nach dem Willen des Bürgermeisters und der Gemeinderäte sollen alle diese Vorteile an einer Fläche von 68 Quadratmetern eines FFH-Gebiets scheitern, wobei keiner der Entscheidungsträger die Frage beantworten kann, wie diese Berechnung zustande kam.

Nach wie vor bestehen größte Zweifel an der richtigen Erfassung des FFH-Teilgebiets, da in dem Gutachten, das Entscheidungsgrundlage war, die bereits bestehende Umpferbrücke mit eingerechnet wurde. Genaue Berechnungsgrundlagen gibt weder das Landratsamt noch das Regierungspräsidium preis. Dies kann kaum jemand nachvollziehen.

Wenn der Nabu Lauda der Meinung ist, die Westtrasse passe nicht ins Landschaftsbild, muss sich Herr Salomon, der an dem Gutachten zur Westtrasse mitwirkte, fragen lassen, ob die sechs riesigen, weit zu sehenden Betontürme in Taubernähe und die vielen orangefarbenen Lkw auf dem großflächig asphaltierten westlichen Gewerbegebiet in Königshofen besser ins Landschaftsbild bzw. in die „Nabu-Öko-Bilanz“ passen.