Leserbrief

Leserbrief Zur geplanten Aufbereitungsanlage in Gerlachsheim

Der Mensch denkt – Gott lenkt

Grundsätzlich vorweg: Gott ist nicht im Freizeitanzug auf der Durchreise in Gerlachsheim zu erwarten, um Ordnung zu machen! Hat er uns im Stich gelassen? Fehlt seine Blitzaudienz?

Ein altes Sprichwort hat hier seinen Platz und gibt entsprechend Antwort: „Gottes Mühlen mahlen langsam aber sicher.“

Ist er also doch präsent? Ich sage: Ja! Er braucht nur in seiner Tätigkeit erkannt zu werden! Wirklich? – Gehen wir dazu am besten dieser Angelegenheit auf den Grund: Wäre nämlich das, den Arbeitsumfang bestimmende Normenaktivitätsfeuer nicht derart nun auch auf der sichtbaren Ebene geschürt worden und in die Höhe geflammt, wäre unser Handwerkszeug für unsere Normenkontrollklage nicht von derartiger Durchschlagskraft wie jetzt! Gott arbeitet erkennbar massiv vorausschauend und vorbereitend im Hintergrund!

Kaum zu glauben, aber unumstößlich wahr. Der Mensch denkt – Gott lenkt. Ganz unauffällig, aber stark und streng – in seinem „Mühlenmechanismus“. Erkennbar ist auch in seinem Handeln seine bekannte Umkehrtechnik: Wer sich mit Egoismus selbst auf den Thron setzen will, um Untertanen mundtod zu machen, kann unversehens plötzlich vom Thron fallen und einen gedemütigten Menschen plötzlich auf seinem Thron sitzen sehen...!

Auch die einjährige Moratoriumspause, in der sich Widerstände verflüchtigen sollen, gehört in die Umkehrtechnik Gottes.

Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, nicht zu einer kraftarmen Kreatur, die im entscheidenden Augenblick aufgibt.

Ich habe Gott in meinem Leben nie aufgebend erlebt. Sogar den Massenfleischkonsum bringt er mit der „Technik der Dürre“ vom Thron – alle Achtung. Und – ihm nach. Besser kein Up to date Image als ein Duckmäuserdasein im artfremden Stall.