Leserbrief

Leserbrief Zu "Trinkquellen ein wertvolles Präsent" (FN/TZ 31.3.)

Erst 1935 gereimt

Wer müd' vom Leben oder krank,dem ist zu helfen, Gott sei Dank, wenn er sich kann vergunnen, den Mergentheimer Brunnen'. Diesen Vers widmete einst der berühmte Dichter Eduard Mörike den Bad Mergentheimer Heilquellen". So zu lesen in dem Hinweis auf die Reihe Natur und Gesundheit am 5. April. Das Sprüchlein stand jahrzehntelang an der Stirnseite der Wandelhalle, bis es verschwand. Nicht von ungefähr. Vor Jahren schon hatte ich Kurverwaltung und Stadt gebeten, den Vierzeiler aus der Werbung verschwinden zu lassen, vor allem den Hinweis auf Mörike.

Die Verse wurden 1935 in einer feuchtfröhlichen Runde geboren und stammen vom Baumeister der schönen Wandelhalle, dem Haller Architekten Eduard Krüger, der sich diebisch gefreut haben mag, als die Mergentheimer auf den Jux reinflogen. Also, endlich aufhören mit dem Unfug.